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"MMK 1": Wenn die "Ausstellungsvorbereitung" zur Ausstellung wird

Kunst "MMK 1": Wenn die "Ausstellungsvorbereitung" zur Ausstellung wird

Nur im Gefängnis könnte es noch leichter sein, eine Ausstellung zu machen, scherzt Gerald Domenig: Während sich in seinem Frankfurter Atelier Zeichnungen und Fotografien stapeln, biete neben der Zelle nur das Museum die Chance, eine Auswahl zu treffen.

Frankfurt/Main. Weil sich der gebürtige Österreicher aber schwer entscheiden kann, baut er während seiner Ausstellung im Frankfurter Museum für Moderne Kunst (MMK 1) die Präsentation permanent um.

"Ausstellungsvorbereitung" heißt die Schau daher passenderweise. Das MMK hat für Domenig (Jahrgang 1953) das zweite Stockwerk des Haupthauses frei geräumt. Die Ausstellung ist vom kommenden Wochenende an zu sehen und dauert bis Ende Mai. Rund 100 Fotos und etwa 150 Zeichnungen sind zu sehen. "Thematische Offenheit und formale Strenge" kennzeichnen nach Einschätzung von Kurator Klaus Görner Domenigs Werk.

Häufig fotografiert er Serien: zusammengeknüllte, fliegende, kurios aufgehängte Mäntel oder leere Kartons, Hausecken. Viele Bilder erzählen von Abwesenheit, etwa die Kontur eines abgerissenen Hauses an der Nachbarwand. In seinen Zeichnungen versucht Domenig, "die Bilder flach zu machen", wie er am Donnerstag erklärte. In Vitrinen entlang der Fotostrecken warten sie nun auf ihre Auswechselung.

dpa

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