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Laternen zur Hochzeit: Familie muss für Feuerschaden aufkommen

Prozesse Laternen zur Hochzeit: Familie muss für Feuerschaden aufkommen

20 "Himmelslaternen" hat eine Familie aus dem südhessischen Dieburg im Sommer 2009 zur Hochzeit in die Luft aufsteigen lassen. Das kommt sie nun teuer zu stehen.

Frankfurt/Main. Eine der Laternen geriet nämlich in Brand und setzte zwei Nachbargebäude in Flammen, die Versicherung will sich den entstandenen Schaden von 300 000 Euro von der Hochzeitsfamilie zurückholen. Der Anspruch sei grundsätzlich gerechtfertigt, urteilte das Frankfurter Oberlandesgericht (OLG) nach Mitteilung vom Freitag. Über die Höhe des Schadenersatzes wurde jedoch noch nicht entschieden.

Himmelslaternen sind Mini-Ballons, die mit einer offenen Flamme im Inneren in die Luft steigen. Brautmutter und Bräutigam hatten sich kurz vor der Feuer beim Ordnungsamt erkundigt, ob die Himmelslaternen erlaubt seien, und wurden vor den Gefahren gewarnt. Tatsächlich trat das Verbot der Flugkörper in Hessen erst fünf Tage nach der Hochzeitsfeier in Kraft.

Nach dem OLG-Urteil sind Brautmutter und Bräutigam für den Schaden an den Gebäuden verantwortlich, weil sie die Verkehrssicherheitspflicht verletzt hätten. Die Brautmutter habe die Laternen gekauft und zur Feier mitgebracht, und der Bräutigam habe nicht verhindert, dass die Laternen aufstiegen.

dpa

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