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Landesgartenschau: Darmstadt wird Gastgeber 2022

Kommunen Landesgartenschau: Darmstadt wird Gastgeber 2022

Darmstadt darf die Landesgartenschau in sechs Jahren ausrichten. Mitbewerber Fulda kommt erst 2026 zum Zuge. Beide Gastgeber erwarten einen großen Schub für die Stadtentwicklung.

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Landesgartenschau.

Quelle: Jan-Philipp Strobel

Wiesbaden/Darmstadt/Fulda. Darmstadt wird Gastgeber der Landesgartenschau im Jahr 2022. Die Stadt Fulda, die sich ebenfalls beworben hatte, bekam den Zuschlag für 2026, wie die Staatskanzlei am Dienstag in Wiesbaden bekanntgab. Die Landesgartenschau findet alle vier Jahre statt. Die nächste und sechste Landesgartenschau ist im Jahr 2018 in Bad Schwalbach (Rheingau-Taunus-Kreis) geplant. Die Veranstaltung 2014 richtete Gießen aus. Das Blumenfest lockte dort rund 500 000 Besucher an - deutlich weniger als erwartet.

Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) sagte: "Durch eine Landesgartenschau wird auch die Schönheit der innerstädtischen Natur für die Gäste erlebbar gemacht, zugleich stellt eine Ausrichtung auch immer eine Weiterentwicklung für die gastgebende Stadt dar." Darmstadt und Fulda hätten beide "ein attraktives und nachhaltiges Veranstaltungskonzept vorgelegt", das die Besucher verzaubern werde.

Ausschlaggebend für die Entscheidung zugunsten Darmstadts im Jahr 2022 sei gewesen, dass Darmstadt mit einer weit in die Innenstadt hineingreifenden Landesgartenschau die bestehende Stadtkulisse für die kommenden Jahrzehnte aufstellen und eine Vernetzung der innerstädtischen Grünstrukturen vorantreiben wolle, sagte Umweltministerin Priska Hinz (Grüne). "Die Konzeption von Darmstadt hat einen Modellcharakter für Städte in vergleichbarer Situation."

Fulda, nach der Premieren-Schau 1994 zum zweiten Mal Gastgeber, wolle unter anderem die Kernstadt und neu entstandene Stadtteile durch eine attraktive Grünanlage verbinden. "Auch Fulda kann mit seinem Konzept für andere Städte als Vorbild dienen", befand Hinz. Landesgartenschauen hätten sich in der Vergangenheit als Instrument zur Strukturverbesserung bewährt. Sie trügen dazu bei, "den immer wichtiger werdenden Grün-Faktor in den Städten zu schaffen beziehungsweise zu ertüchtigen".

Darmstadt Oberbürgermeister Jochen Partsch (Grüne) nannte den Zuschlag eine "wegweisende Entscheidung" für die Stadtentwicklung. Wegen eines hohen Wachstums- und Verdichtungsdrucks in der mehr als 157 000 Einwohner zählenden Stadt sagte er: "Wir wollen exemplarische und praxisnahe Ideen für bessere Lebensverhältnisse entwickeln."

Cornelia Zuschke, Darmstädter Planungs- und Umweltdezernentin, sagte: "Wir wollen mit unserem Programm zeigen, dass auch stark wachsende Städte mehr können, als Gartenkunst und Blümchenschau anhand von vorgegebenen Grünräumen im Sinne einer Leistungsschau zu etablieren."

Auch der Fuldaer Oberbürgermeister Heiko Wingenfeld (CDU) sieht durch die Gartenschau "die Chance für einen gewaltigen Schub in der Stadtentwicklung". Er glaubt, den Ausschlag für die Vergabe 2022 nach Darmstadt habe die Tatsache gegeben, dass eine Landesgartenschau für die Südhessen eine Premiere ist, während Fulda bereits 1994 Erfahrungen sammeln durfte.

dpa

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