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Kunstaktion nervt Mitarbeiter im Regierungspräsidium Kassel

Kunst Kunstaktion nervt Mitarbeiter im Regierungspräsidium Kassel

Eine ungewöhnliche Kunstaktion sorgt derzeit für Ärger im Regierungspräsidium Kassel. Dabei wird etwa kontrolliert, ob die Beamten und Angestellten ordnungsgemäß parken, und es werden Profile von ihnen angelegt, zu denen auch Haarproben gehören.

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Das Regierungspräsidium in Kassel.

Quelle: Uwe Zucchi/Archiv

Kassel. Der Name der Aktion lautet "Bürokratrie", wie die Künstlerin Isabel Paehr erläutert: "Der Titel setzt sich zusammen aus Bürokratie und Psychiatrie und umschreibt eine wahnhafte Ausführung bürokratischer Vorstellungen." Es habe schon verbale Auseinandersetzungen und Drohungen von verärgerten Mitarbeitern gegeben, sagte Paehr.

Für besonderen Unmut sorgt ein Mitarbeiter der Künstlerin, der "Exekutor" genannt wird. Er erteilt Anweisungen und klebt rote Kreuze an die Türen derjenigen, die sich verweigern.

"Bürokratrie" gehöre zu seit 2002 jährlich stattfindenden Kunstaktionen im Regierungspräsidium in Zusammenarbeit mit Studierenden der Kunsthochschule Kassel, sagt der Sprecher des Regierungspräsidiums, Michael Conrad. Niemand werde gezwungen, sich zu beteiligen. Er sei begeistert, denn es gehe auch darum, sich selbst zu hinterfragen: "Es ist natürlich eine Arbeit, die mit Hierarchien spielt und uns als Behörde den Spiegel vorhält." Die Aktion läuft bereits seit vier Wochen und dauert noch bis 29. Mai.

dpa

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