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Kulturpreis Deutsche Sprache an Asserate verliehen

Kultur Kulturpreis Deutsche Sprache an Asserate verliehen

Wie wichtig das Erlernen der deutschen Sprache ist, hat der Schriftsteller Prinz Asfa-Wossen Asserate selbst erfahren, als er 1972 nach Deutschland kam. Nun ist er mit dem Jacob-Grimm-Preis Deutsche Sprache ausgezeichnet worden. Und er fordert mehr Sprachbildung für Flüchtlinge.

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Der Schriftsteller Prinz Asfa-Wossen Asserate.

Quelle: Uwe Zucchi

Kassel. Als erster Deutscher afrikanischer Abstammung hat der Schriftsteller Prinz Asfa-Wossen Asserate den Jacob-Grimm-Preis Deutsche Sprache erhalten. "Ich bin glücklich, weil die Brüder Grimm diejenigen waren, die mir das Deutsche schmackhaft gemacht haben", sagte er am Samstag bei der Preisvergabe in Kassel. Asserate wurde in Äthiopien geboren und lebt seit 1972 in Frankfurt am Main.

Die ehemalige Frankfurter Oberbürgermeisterin Petra Roth sagte in ihrer Lobrede, Asserate sei ein "Mann, der aus der Fremde kam und Frankfurter wurde". Die Bücher des Bestsellerautors mit anspruchsvollen Themen zeichneten sich durch eine leichte, luftige Sprache aus. Asserate betonte, er betrachte den Preis als Herausforderung für sein künftiges Wirken. Vor Asserate waren unter anderem Udo Lindenberg, Loriot (Vicco von Bülow), Ulrich Tukur und Vorjahres-Preisträger Dieter Nuhr ausgezeichnet worden.

Der mit 30 000 Euro dotierte Jacob-Grimm-Preis gehört mit zwei weiteren zum Kulturpreis Deutsche Sprache, der vom Dortmunder Verein Deutsche Sprache und der Eberhard-Schöck-Stiftung aus Baden-Baden zum 15. Mal vergeben wurde. Den mit 5000 Euro belegten Initiativpreis Deutsche Sprache erhielt die Dresdner Gesangsgruppe "Wortart Ensemble". Der undotierte Institutionen-Preis ging an das Sprachinstitut des Österreichischen Bundesheeres, das sich um Sprachschulung von Wehrpflichtigen bemüht. 

Asserate sagte, er sei einer der ersten Afrikaner gewesen, dem Deutschland Asyl gewährt habe. Derzeit kämen täglich viele Menschen aus Afrika nach Deutschland. Ihnen riet er, vor allem Deutsch zu lernen. "Wenn man in einem Land leben möchte, muss man als erstes die Sprache lernen. Die Sprache ist die Basis jeder Integration." Er forderte die Politik auf, dem Erlernen der Sprache bei Flüchtlingen einen höheren Stellenwert einzuräumen.

dpa

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