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Kultur statt Dealer: Aktion in der B-Ebene

Gesellschaft Kultur statt Dealer: Aktion in der B-Ebene

In den vergangenen Monaten ist die unterirdische B-Ebene am Frankfurter Hauptbahnhof in die Schlagzeilen als Drogenumschlagsplatz geraten: Dealer, die sich in aller Öffentlichkeit in der Ladenpassage postieren, Drogenelend, besorgte Geschäftsinhaber, denen die Kundschaft wegbleibt.

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Das Bahnhofsviertel von Frankfurt am Main.

Quelle: Boris Roessler/Archiv

Frankfurt. Unter dem Motto "Wir nehmen uns den Raum" will das Drogenreferat der Stadt der B-Ebene nun eine positivere Atmosphäre zurückgeben. Den Anfang eines zweiwöchigen Kulturprogramm machte "High life", ein Kulturprojekt in der Suchthilfe.

Die Auftritte von Künstlern, Chören und Musikern seien Beispiel einer zivilgesellschaftlichen Einmischung, sagte Gesundheitsdezernent Stefan Majer. "Es geht hier auch um die Frage: Wem gehört der öffentliche Raum?", sagte er am Mittwoch. Die B-Ebene werde weder den Dealern überlassen noch werde allein auf die Polizei gesetzt: "Wir mischen uns selber ein."

Teilweise überzogene Berichte über die B-Ebene hätten bei vielen Menschen ein "Klima der Angst" ausgelöst, sagte die Frankfurter Drogenreferentin Regina Ernst. Der Drogenkonsum sei eine gesellschaftliche Realität, betonte sie. Die zweiwöchige Kulturaktion wolle einen Kontrapunkt setzen und die B-Ebene in der öffentlichen Wahrnehmung wieder zu einem "guten Ort" machen.

dpa

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