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Kürzere Wege und Schwerpunkte: "Luminale" in neuem Licht

Kommunen Kürzere Wege und Schwerpunkte: "Luminale" in neuem Licht

Die Licht-Kunstschau "Luminale" zieht alle zwei Jahre viele Zehntausend Besucher nach Frankfurt und in die Region. Jetzt bekommt sie ein neues Konzept.

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Eine Lichtinstallation bei der Luminale 2016.

Quelle: Alexander Heinl/Archiv

Frankfurt/Main. Das Kulturfest "Luminale" leuchtet 2018 in neuem Licht. Die hochwertigen Licht-Kunstprojekte sollen sich auf die Frankfurter Innenstadt konzentrieren, die Wege kürzer und das Angebot übersichtlicher werden, wie Isa Rekkab vom Projektbüro bei der Vorstellung des neuen Konzepts am Dienstag in Frankfurt sagte. Dazu dienen unter anderem ein Festivalzentrum und fünf Schwerpunkte.

Wissenschaftler und andere Fachleute sollen innovative Lösungen für die Herausforderungen einer wachsenden Stadt präsentieren - das ist das Ziel einer dieser neuen Schwerpunkte. Ein experimenteller Teil soll Schülern, Studenten, Start-ups und jungen Künstlern eine Bühne bieten. Projekte der Frankfurter Bürgerschaft und Stadtteilinitiativen bekommen ebenfalls Raum. Rekkab spricht von einem "Wir-Gefühl aller Lichtbegeisterten."

Unbekannte, verborgene, romantische oder spannende Plätze der Mainmetropole sollen bei der "Luminale" aber auch ins Licht gerückt werden. Wie schon früher soll mindestens ein Projekt den Bürgern erhalten bleiben. Die "Luminale" werde in der gesamten Stadt neue Spuren hinterlassen, sagte Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD).

Weil das "Festival für Licht und Gestaltung" zeitgleich zur internationalen Leitmesse "Light + Building" stattfindet und es damit Besuchern von außerhalb schwer macht, eine Übernachtungsmöglichkeit zu finden, soll die "Luminale" schon drei bis vier Tage vor der Messe (18. bis 23. März) beginnen, also länger dauern. Offenbach ist auch wieder mit seinem eigenen Konzept dabei.

Messe-Chef Wolfgang Marzin schwebt als Vision ein Lichter-Fest der gesamten Stadt und Region vor. Feldmann betonte, die "Luminale" sei nicht nur ein Ereignis der Lichtindustrie. Es gehe auch um die Frage: Wo braucht es Licht in der Stadt und in welcher Form? "Wir haben jetzt die Chance, Menschen so reinzunehmen, dass sie nicht nur Lust haben zu konsumieren, sondern sich auch einzubringen."

Der Vertrag mit dem bisherigen Kurator, Helmut Bien, war nicht verlängert worden, das Projekt wurde neu ausgeschrieben. Bien war nach Angaben der Messe aber nicht unter den vier Bewerbern.

Bei der 8. "Luminale" im vergangenen Jahr waren in Frankfurt und Offenbach mehr als 200 leuchtende Kunstwerke zu sehen. Trotz Kälte kamen fast 200 000 Besucher. Die "Luminale" gibt es seit 2002 alle zwei Jahre. Initiator ist die Messe Frankfurt. Sie bezahlt das Projektbüro und die Kommunikation, die einzelnen Projekte müssen sich selbst finanzieren.

dpa

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