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Kriminelle brechen auch in Kirchen ein: Beute oft Bargeld

Kriminalität Kriminelle brechen auch in Kirchen ein: Beute oft Bargeld

Selbst in Kirchen brechen Ganoven ein - auch in Hessen. Die Diebe fingern nach Geld im Klingelbeutel, reißen sich am Altar Mikrofone, Kerzenständer und auch mal eine Kiste Messwein unter den Nagel.

Frankfurt/Main. Beim Landeskriminalamt wird die Zahl der Einbrüche in Kirchen nicht gesondert erfasst - es gibt aber eine Statistik zu Einbrüchen bei kirchlichen Einrichtungen, zu denen Kirchen, Pfarrhäuser, christliche Kindergärten und Friedhöfe gehören. Die Gesamtzahl ging in den vergangenen fünf Jahren zurück, die der schweren Fälle schwankte aber stark: Sie lag im Jahr 2011 bei 215 Fällen und 2015 bei 103 Fällen, dazwischen im Jahr 2013 bei 241 Fällen.

Der Stadtdekan von Frankfurt/Main, Johannes zu Eltz, meint, dass die Zahl der Einbrüche in Kirchen in den vergangenen Jahrzehnten deutlich zugenommen habe. Die Kurve verlaufe nicht linear, "es gibt Auf und Ab". Gestohlen werde nicht nur in Städten, sondern auch in Dörfern. "Der Respekt vor den Kirchen und ihren Einrichtungen, die Ehrfurcht vor den sakralen Gegenständen hat erheblich abgenommen."

"Es gibt Kirchen, die aufpassen", sagte Lutz Dettmer vom Ecclesia Versicherungsdienst. Das Unternehmen aus Detmold betreut evangelische wie katholische Bistümer. "Wer einbricht, ist kein Kunsträuber, sondern will Bargeld haben. Da kommt der Opferstock gerade recht." 

dpa

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