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Kokainschmuggel mit Kerzen: Drei Jahre und zwei Monate Haft

Prozesse Kokainschmuggel mit Kerzen: Drei Jahre und zwei Monate Haft

Mit zwei kokaingetränkten Wachskerzen im Gepäck ist ein Brasilianer am Frankfurter Flughafen erwischt worden. Seinen Schmuggelversuch bringt den Immobilienmakler aus São Paolo nun hinter Gitter: Das Landgericht Frankfurt verurteilte den Mann am Donnerstag zu drei Jahren und zwei Monaten Haft.

Frankfurt/Main. In einem Sportstudio hatte er sich zuvor von einem Drogenhändler anwerben lassen. Der lockte mit 10 000 US-Dollar Kurierlohn.

Weshalb er zum Drogenkriminellen wurde, begründete der Mann mit der Wiederwahl der brasilianischen Präsidentin Dilma Rousseff im Herbst. "Sie kümmert sich nur noch um die Armen und diskriminiert die Mittel- und Oberschicht", sagte der Verurteilte vor Gericht. Statt ihr Geld in einheimische Immobilien zu stecken, legten vermögende Landsleute dieses nur noch im Ausland an. Als Makler habe er deshalb erhebliche finanzielle Verluste erlitten, begründete er die Tat.

Das Rauschgift hatten Drogenhunde bereits nach der Zwischenlandung in London erschnüffelt. Um die Hintermänner zu entlarven, hatte man den Kurier jedoch weiterreisen lassen und die Frankfurter Behörden informiert. Die Rechnung der Fahnder ging allerdings nicht auf: Es blieb lediglich bei der Festnahme des Kuriers.

dpa

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