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Kassel probt effizienten Verkehrsfluss - Forschungsprojekt

Verkehr Kassel probt effizienten Verkehrsfluss - Forschungsprojekt

Ampeln kommunizieren mit Straßenbahnen: So will die Stadt Kassel den Verkehr flüssiger machen. Der Bund gibt Geld für das Forschungsprojekt.

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Eine Straßenbahn fährt in Kassel.

Quelle: Uwe Zucchi/Archiv

Kassel. Immer dann, wenn die Straßenbahn losfährt, bekommt sie an einer Ampelkreuzung Grün. Das ist das Ziel eines Forschungsprojekts, mit dem in Kassel der Verkehrsfluss verbessert werden soll. Im Pilotprojekt werden auch Busse und Rettungswagen direkt mit den Ampeln "kommunizieren", um sekundengenau Grün zu bekommen.

"Wir wollen keine Sekunde verschenken", sagte Prof. Robert Hoyer von der Universität Kassel am Dienstag bei der Vorstellung des bundesweit einzigartigen Projekts. Dies habe auch Vorteile für andere Verkehrsteilnehmer, betonte er. Bei besserer Abstimmung der Grünphase für Straßenbahnen sollen Autofahrer und Fußgänger mehr Zeit haben.

Ab Mitte 2018 soll die Technik im laufenden Verkehr eingesetzt werden. In der Testphase werden 15 Ampeln und insgesamt 10 Straßenbahnen, Busse und Rettungswagen mit dem System arbeiten. Diese melden sich automatisch über entsprechende Technik bei der Ampel an. Dann wird sekundengenau berechnet, wann das Fahrzeug die Kreuzung erreicht.

Für Rettungswagen ergebe sich zusätzliche Sicherheit bei Blaulichtfahrten, sagte Martin Hauck vom Arbeiter-Samariter-Bund. Kassels Verkehrsdezernent Christof Nolda (Grüne) hofft, dass der Verkehr "stadtverträglich, umweltfreundlich, sicher und effizient" wird. Das Bundesverkehrsministerium fördert das Projekt mit 2,3 Millionen Euro.

Kassel ist mit seinem Vorhaben nicht allein: Auch andere Städte Hessens wollen den Verkehrsfluss optimieren. In Offenbach wird derzeit an einem Verkehrsmanagementplan für das Stadtgebiet gearbeitet, wie ein Sprecher der Stadt sagte. Um Kreuzungen mit hoher Verkehrsdichte leistungsfähiger zu machen, will die Stadt zusätzliche Detektoren wie Induktionsschleifen oder Radar und Video einbauen.

Damit sollen die Signalsteuerungen der einzelnen Knotenpunkte so aufeinander abgestimmt werden, dass die Fahrzeuge mit möglichst wenig Halten durchfahren können. Ziel sei es, Staus zu vermeiden und Schadstoff- und Lärmemissionen zu senken. Zuvor hatte die "Offenbach Post" darüber berichtet.

dpa

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