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Kassel präsentiert "Paris" und "Bacchantin"

Museen Kassel präsentiert "Paris" und "Bacchantin"

Zwei Terrakotta-Modelle sorgten auf dem Kunstmarkt 2013 für eine Sensation. Jetzt sind sie in Kassel.

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Die Terracotta-Statuen «Paris» (l.) und «Bacchantin».

Quelle: Uwe Zucchi

Kassel. "Paris" und "Bacchantin" des Bildhauers Pierre Étienne Monnot (1657-1733) komplettieren die Sammlung im Landesmuseum Kassel. "Uns ist ein richtiger Coup geglückt", sagte Antje Scherner, Sammlungsleiterin Angewandte Kunst bei der Museumslandschaft Hessen Kassel (MHK), am Mittwoch. Die beiden etwa 60 Zentimeter hohen Werkstattmodelle von Marmor-Skulpturen, die sich im Kasseler Marmorbad befinden, seien zufällig auf einem Kunstmarkt 2013 aufgetaucht. "Die Fachwelt hat von ihrer Existenz nichts gewusst", so Scherner. Es habe nur 140 solcher Modelle gegeben, 20 von ihnen seien erhalten geblieben.

Der Königssohn "Paris" mit seinem Hund und die tanzende "Bacchantin" mit wehenden Kleidern befanden sich im Besitz einer Adelsfamilie in Rom, sehr wahrscheinlich direkt aus dem Nachlass des Künstlers. Für die Entstehung der Marmorstatuen sind die vergoldeten Werke von großer Bedeutung. Sie dokumentieren den Arbeitsstand Monnots. So experimentierte der Künstler etwa mit einem Baumstamm, der in der Terrakotta-Fassung der wirbelnden "Bacchantin" noch fehlt, in der Marmor-Version aber hinzukommt. "Statik und künstlerische Wirkung hat Monnot so überprüft", erklärte Scherner. Ab Dezember sind die beiden Modelle im Hessischen Landesmuseum zu besichtigen.

"Die Werke sind annähernd vollständig erhalten", sagte Bernd Küster, Direktor der Museumslandschaft Hessen Kassel. Den Kauf ermöglichten die Unterstützung der Kulturstiftung der Länder, die Ernst von Siemens Kunststiftung und die Hessischen Kulturstiftung. Die Kosten die Modelle liegen im sechsstelligen Bereich. "Wir werden sie hegen und pflegen."

dpa

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