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Kaputte Kameras am Hauptbahnhof: Bahn plant Modernisierung

Verkehr Kaputte Kameras am Hauptbahnhof: Bahn plant Modernisierung

Bahnhöfe und Züge in Hessen werden nach Darstellung der Deutschen Bahn "immer sicherer". Allerdings erschweren kaputte Kameras zumindest am größten Bahnhof des Bundeslandes die Strafverfolgung. Die Bahn plant derzeit deren Modernisierung.

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Eine Überwachungskamera am Hauptbahnhof in Frankfurt am Main.

Quelle: Arne Dedert/Archiv

Frankfurt/Berlin. Kaputte und veraltete Kameras erschweren nach Einschätzung der Polizei die Überführung von Straftätern am Frankfurter Hauptbahnhof. "Die Kameras entsprechen schon lange nicht mehr dem aktuellen Stand der Technik", sagte Ralf Ströher von der am Bahnhof stationierten Bundespolizei am Montag und bestätigte damit einen Bericht der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" ("FAZ"). Einige Kameras seien defekt, andere lieferten so schlechte Bilder, dass die Aufzeichnungen nicht verwertbar seien. "Der überwiegende Teil entspricht nicht den Kameras, die wünschenswert wären."

"Wir machen keinen Hehl daraus, dass unter unseren 5000 Kameras (in Deutschland) auch ältere sind", sagte Bahn-Sicherheitschef Hans-Hilmar Rischke am Montag in Berlin. Ertüchtigt werde überall da, wo die Technik nicht mehr zeitgemäß gemäß sei oder Ausfallerscheinungen zeige. Frankfurt und andere hessische Städte sind dabei aber nicht vorn. In diesem Jahr sind zunächst unter anderem Nürnberg, Hannover, Köln und Bremen an der Reihe.

Für Frankfurt und mehrere andere Städte gebe es jedoch Planungen für die Modernisierung und den Ausbau der Videotechnik. Der Frankfurter Hauptbahnhof gehört fast 130 Jahre nach seiner Eröffnung noch immer zu den verkehrsreichsten Bahnhöfen Europas. Jeden Tag kommen rund 350 000 Menschen in die Hallen, etwa 1800 Züge verkehren.

Die Deutsche Bahn verzeichnet in ihrem Sicherheitsbericht 2015 für Hessen 16 Prozent mehr Straftaten als im Vorjahr. Die Zahl der Graffiti-Straftaten sei vor allem im Zusammenhang mit den Protesten gegen die Eröffnung des EZB-Neubaus gestiegen. 37 Mal versuchten Straftäter Fahrkartenautomaten aufzubrechen, fast doppelt so oft wie im Vorjahr. "Meist gingen die Diebe jedoch mit geringer oder ohne Beute aus", heißt es in einer Mitteilung.

Die Zahl der Körperverletzungsdelikte sei in Hessen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland zusammen um zwei Prozent auf 1490 Fälle zurückgegangen. Dieser Rückgang fiel allerdings deutlich geringer aus als im Bundestrend (minus sieben Prozent).

dpa

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