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Junge Testkäufer bekommen in mehr als jedem zweiten Laden Alkohol

Kommunen Junge Testkäufer bekommen in mehr als jedem zweiten Laden Alkohol

Jugendliche Alkohol-Testkäufer haben in Frankfurt erhebliche Verstöße gegen den Jugendschutz aufgedeckt. Sie konnten in mehr als jedem zweiten der 95 auf die Probe gestellten Supermärkte, Trinkhallen, Kioske, Tankstellen und Internetcafés illegal Alkohol kaufen.

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In 57 von 95 Testkäufen erhielten Jugendliche Alkohol.

Quelle: Armin Weigel/Archiv

Frankfurt/Main. Besonders schlecht schnitten Trinkhallen und Supermärkte ab, obwohl diese mit Warnsystemen an den Kassen ausgestattet sind, wie Ordnungsdezernent Markus Frank (CDU) am Donnerstag in Frankfurt berichtete. Das vor rund einem Jahr begonnene Projekt werde fortgesetzt.

Unter den getesteten Läden waren 15 Trinkhallen und 45 Supermärkte. 80 Prozent der Trinkhallen und zwei Drittel der Supermärkte verkauften verbotenerweise Alkohol. Vor allem die Verstöße der Supermärkte seien unerwartet hoch, sagte Frank. "Die Kassierer müssen nur tun, was ihnen die Kasse sagt." In einer Trinkhalle war der einzige Verkäufer selbst erst 14 Jahre alt. Von 12 Tankstellen fielen 3 negativ auf, von 20 Kiosken 9.

Frank sprach von "erschreckenden Ergebnissen". Eine Nachkontrolle habe jedoch einen Lerneffekt gezeigt. Beim zweiten Test der 57 beanstandeten Betriebe fielen nur noch 14 durch. In den meisten Fällen wurden die Verkäufer angezeigt. Sie müssen für die Ordnungswidrigkeit beim ersten Mal 480 Euro bezahlen. Diese vergleichsweise hohe Summe solle zum Nachdenken führen, sagte Frank.

Der Einsatz Jugendlicher als Testkäufer ist in der Fachwelt umstritten. Die Jungen und Mädchen im Alter ab 15 Jahren seien intensiv geschult worden und würden bei ihren Einsätzen von zwei erfahrenen Stadtpolizisten begleitet, betonte Frank. Sie hätten sensibel reagiert und stünden dem Alkohol nach ihren Testkäufen und der Schulung über die Gefahren des Alkohols distanzierter gegenüber.

dpa

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