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JVA-Beamte nach tödlichem Geisterfahrer-Unfall angeklagt

Kriminalität JVA-Beamte nach tödlichem Geisterfahrer-Unfall angeklagt

Fast zwei Jahre nach dem tödlichen Geisterfahrer-Unfall eines Gefängnis-Freigängers sind drei Justizvollzugsbeamte angeklagt worden. Ihnen werde fahrlässige Tötung und Beihilfe zum Fahren ohne Fahrerlaubnis vorgeworfen, teilte die Staatsanwaltschaft Limburg am Dienstag mit.

Limburg. Die Beamten aus den Justizvollzugsanstalten Diez und Wittlich - eine Frau und zwei Männer - hätten Sorgfaltspflichten verletzt. Erst so habe es bei dem Unfall Ende Januar 2015 zum Tod einer 21-Jährigen kommen können.

Der Geisterfahrer war schon viele Male ohne Führerschein am Steuer erwischt worden und deswegen auch vorbestraft. Dennoch wurde er aus der JVA Wittlich in den offenen Vollzug der JVA Diez verlegt. Während eines Freigangs fuhr er auf der Flucht vor der Polizei vorsätzlich auf die Gegenfahrbahn einer Bundesstraße bei Limburg und stieß frontal mit dem Wagen der 21-Jährigen zusammen, die getötet wurde.

Der Geisterfahrer wurde mittlerweile rechtskräftig zu lebenslanger Haft wegen Mordes verurteilt. Die Staatsanwaltschaft betonte nun, seine Todesfahrt sei vorhersehbar gewesen. Bei der Prüfung der Eignung des Mannes für Lockerungen im Vollzug sei fahrlässig gehandelt worden. Für die fahrlässige Tötung eines Menschen drohen laut Anklagebehörde bis zu fünf Jahre Freiheitsstrafe.

dpa

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