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Intendant Wedel zeigt eindringliche "Hexenjagd"

Theater Intendant Wedel zeigt eindringliche "Hexenjagd"

Intendant Dieter Wedel hat zum Auftakt der 66. Bad Hersfelder Festspiele eine eindringliche und atmosphärisch dichte Inszenierung des Dramas "Hexenjagd" präsentiert.

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Christian Nickel (l) und Elisabeth Lanz in «Hexenjagd» von Arthur Miller.

Quelle: Uwe Zucchi/Archiv

Bad Hersfeld. Der Star-Regisseur bot den 1200 Zuschauern am Freitag in der ausverkauften Stiftsruine zu Beginn des Freilicht-Theaterfestivals eine aufwühlende, zweieinhalbstündige Fassung des Klassikers von Arthur Miller.

"Wir zeigen, wie aus unbedeutenden Vorfällen Gerüchte entstehen und diese Gerüchte wiederum eine Lawine auslösen - eine Verfolgungshysterie", erläuterte Wedel seinen Ansatz. "Wenn die Herde erst mal in Bewegung geraten ist, trampelt sie besinnungslos alles nieder und ist durch nichts mehr aufzuhalten." Wedel sieht in der Handlung Parallelen zur Gegenwart, wenn es um Hetze und Verunglimpfungen von Menschen im Internet geht.

Zum ersten Mal setzte Wedel in der Stiftsruine Videotechnik ein. Auf einer Leinwand wurden Szenen eingespielt, die den Zuschauern Kontext und Hintergrund zur Handlung vermittelten. Jasmin Tabatabei spielte in den Szenen eine Landstreicherin, die als Erzählerin agierte.

Wedel formte auf der Bühne ein homogenes Ensemble, deren Mitglieder auch als Film und Fernsehen bekannt sind. Darunter sind Elisabeth Lanz, Christian Nickel, Richy Müller, André Eisermann, André Hennicke, Hans Diehl, Brigitte Grothum und Horst Janson. Newcomerin Motsi Mabuse, Jurorin der RTL-Tanzshow "Let's dance", debütierte als Schauspielerin.

dpa

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