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Intendant Wedel hat weitere Festspiel-Pläne mit Vorgänger

Theater Intendant Wedel hat weitere Festspiel-Pläne mit Vorgänger

Der alte Intendant Holk Freytag und der neue Intendant Dieter Wedel wollen ihre Zusammenarbeit bei den Bad Hersfelder Festspielen fortsetzen. Der während der vergangenen Saison wegen eines Etat-Streits entlassene Freytag und der als Nachfolger verpflichtete Wedel planen bereits Projekte über die bevorstehende Sommer-Saison hinaus.

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Intendant der Bad Hersfelder Festspiele, Dieter Wedel.

Quelle: Uwe Zucchi/Archiv

Bad Hersfeld. Das gaben beide am Mittwoch in Bad Hersfeld beim Probenauftakt für Freytags Inszenierung "Der zerbrochene Krug" (Premiere 13. Juni) bekannt.

Freytag sagte: "Ich würde es machen. Ich finde es hier sehr schön. Und wenn es eine weitere Zusammenarbeit gibt, freue ich mich." Und Wedel betonte, wie wichtig ihm ein weiteres Engagement von Freytag ist: "Wir wollen das fortsetzen. Wir sind schon im Gespräch." Er traf am Mittwoch erstmals vor den Medien auf seinen Ende Juli 2014 von der Stadt vor die Tür gesetzten Vorgänger.

Freytag sagte zu seiner Rückkehr an den Ort seines Rauswurfs: "Die Messe ist gelesen. Ich will über die Auseinandersetzung nicht mehr reden und nicht nachkarten. Emotionen mache ich mit mir allein aus."

In dieser Saison profitiert Wedel stark von der Vorarbeit seines Vorgängers. Er übernahm in seinem sieben Stücke umfassenden Programm mangels Vorbereitungszeit drei Inszenierungen, die Freytag bereits im Vorjahr für den Sommer 2015 im Konzept hatte. Wedel äußerte seine "Hochachtung" für Freytags Wirken bei den Festspielen von 2010 bis 2014. Die vielen Aufgaben, die Wedel auf einige Mitarbeiter verteile, habe Freytag allein gestemmt. "Das ist unvorstellbar", befand Wedel.

Es sei wichtig gewesen, Freytag trotz seines Rauswurfs die Möglichkeit zu geben, sein Stück bei der 65. Saison präsentieren zu dürfen, sagte Wedel. "Ich wollte die Verletzungen bei ihm lindern", verriet er mit Blick auf den heftigen Streit, den Freytag mit Bürgermeister Thomas Fehling (FDP) ausgefochten hatte. Erst Monate später einigten sich die Parteien auf einen Vergleich. Nun wollen alle Beteiligten die Vergangenheit ruhen lassen.

Wedel freut sich auf die weitere Zusammenarbeit mit Freytag - gerade, weil es so verschiedene Regisseur-Typen sind: "Wir sind völlig anders. Ich mag ein opulentes Theater mit großem Aufwand.". Von Freytag habe er stilistisch reduzierte, aufs Wesentliche konzentrierte Stücke gesehen.

Freytag hat für sein Lustspiel nach Heinrich von Kleist ein künstlerisch namhaftes Ensemble verpflichtet. Neben Stephan Schad (Träger des Großen Hersfeldpreises und des Publikumspreises 2013) spielt unter anderem Nina Petri. Die Hamburgerin gibt ihr Debüt bei den Festspielen, in der Rolle des Gerichtsrats Walter. "Es hat mich gereizt, in dieser imposanten Stiftsruine zu spielen. Diese Bühne muss erstmal getoppt werden", sagte sie.

dpa

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