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Hohe Haftstrafen im Totschlagsprozess gegen Türsteher gefordert

Prozesse Hohe Haftstrafen im Totschlagsprozess gegen Türsteher gefordert

Im zweiten Frankfurter Totschlagsprozess gegen zwei Türsteher und einen Disco-Angestellten hat die Staatsanwaltschaft erneut hohe Haftstrafen gefordert. "Den beiden Hauptangeklagten war das Leben des Opfers egal, als sie schlugen und traten", sagte Staatsanwältin Miriam Haßbecker am Dienstag in Frankfurt.

Frankfurt/Main. Der eine der beiden Hauptangeklagten soll zehn Jahre Haft erhalten, der zweite acht Jahre.

Während beide wegen Totschlags verurteilt werden sollen, plädierte die Staatsanwältin beim dritten Angeklagten, einem 22-Jährigen, auf Körperverletzung mit Todesfolge und eine Haftstrafe von viereinhalb Jahren.

Die beiden Türsteher sollen im April 2011 den 31 Jahre alten Besucher des mittlerweile geschlossenen Techno-Clubs "U60311" derart geschlagen und getreten haben, dass er starb. Der 22-Jährige soll andere Gäste davon abgehalten haben, ihm zu helfen.

In einem ersten Prozess waren die mutmaßlichen Haupttäter zu zehneinhalb und neun Jahren Haft verurteilt worden. Der 22-Jähriger hatte als Heranwachsender fünf Jahre Freiheitsstrafe erhalten. Der Bundesgerichtshof (BGH) ordnete aber einen neuen Prozess an. Das Urteil wird in der kommenden Woche erwartet.

dpa

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