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Hessischer Hitzerekord wackelt - Samstag heißester Tag

Es geht noch heißer: Hoch "Annelie" treibt die Temperaturen immer höher und lässt den hessischen Hitzerekord wackeln. Bis zu 39 Grad erwarten die Meteorologen des Deutschen Wetterdienstes (DWD) für Samstag.
Der Deutsche Wetterdienst meldet Hitzegewitter.

Der Deutsche Wetterdienst meldet Hitzegewitter.

© Julian Stratenschulte/Archiv

Offenbach/Wiesbaden. Damit könnte der bisherige Rekord von 38,7 Grad übertroffen werden. Dieser Wert war im August 2003 am Frankfurt Flughafen gemessen worden. Der bundesweite Höchstwert liegt bei 40,2 Grad, auch der ist in Gefahr.

Mit der Temperatur drohten auch die Ozonwerte weiter zu steigen. Schon am Freitagnachmittag um 14.00 Uhr wurden in Wiesbaden, Raunheim und Riedstadt Wert über der Alarmschwelle von mehr als 240 Mikrogramm Ozon je Kubikmeter Luft gemessen. An zehn weiteren Orten wurde die Informationsschwelle von 180 Mikrogramm überschritten. Bei der Alarmstufe warnen Experten vor anstrengender Betätigung im Freien - und das vor einem Wochenende mit Veranstaltungen wie dem Frankfurter Triathlon oder dem Heinerfest in Darmstadt.

Das Rote Kreuz und andere Sanitätsdienste bereiteten sich deshalb besonders auf ihre Einsätze vor. Neben den hauptamtlichen Helfern stünden viele Ehrenamtliche als Reserve bereit, um Hitzeopfern schnell zu helfen, sagte Rettungsdienstleiter Günter Ohlig vom DRK Hessen. "Es ist damit zu rechnen, dass viele Ältere Probleme bekommen." Bisher seien nicht mehr Einsätze nötig gewesen als sonst. Bei der extremen Hitze sei meist Flüssigkeitsmangel das Problem.

Die hessischen Behörden erinnerten Gärtner an das Verbot, Gießwasser aus Bächen abzupumpen. Anlieger sollten "das Wasser im Bach lassen", das für Fische und Krebse unersetzlicher Lebensraum sei, erklärte die Verwaltung des Main-Taunus-Kreises in Hofheim. Ein Wasserschöpfen mit der Gießkanne sei aber erlaubt. Die Sonne heizte die hessischen Gewässer weiter auf. Im Main wurden am Freitag bereits Temperaturen zwischen 25 und 30 Grad gemessen.

Erst ab Samstagnachmittag und am Sonntag könnten lokale Gewitter etwas Abkühlung bringen, sagte der DWD-Meteorologe Adrian Leyser. Die Gewitter können heftig ausfallen und starken Regen, Sturmböen oder schwere Sturmböen bringen. Am Sonntag wird es dazu schwül-heiß bei 31 bis 37 Grad. In der Nacht zum Montag ziehen die Schauer nach Osten ab. Auch am Montag wird es noch einmal heiß bei Werten um 30 Grad. Ein Ende der Hitzewelle erwarten die Meteorologen erst für Mitte kommender Woche.

dpa


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