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Hessische Hausstiftung erhält US-amerikanische Beutekunst zurück

Kunst Hessische Hausstiftung erhält US-amerikanische Beutekunst zurück

70 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges erhält die Hessische Hausstiftung zwei Gemälde zurück, die einst von US-Soldaten aus Schloss Friedrichshof gestohlen wurden.

Kronberg/Washington. Damit kehren zum ersten Mal Bilder des Hauses Hessen aus den USA zurück nach Kronberg (Hochtaunuskreis), wie die Stiftung am Mittwoch mitteilte. Die Gemälde stammen aus der bedeutenden Sammlung von Kaiserin Friedrich, die in dem heutigen Schlosshotel Kronberg lebte. Sie zeigen den englischen König Charles I. sowie Queen Victoria.

Laut Stiftung sollen die Werke von Juni bis September in Schloss Fasanerie bei Fulda ausgestellt werden, bevor sie wieder im Schlosshotel aufgehängt werden. Der Chef des Hauses Hessen, Landgraf Donatus von Hessen, sprach von einem "leuchtenden Beispiel dafür, wie man ethisch vorbildlich mit Kriegsbeute auch 70 Jahre nach Kriegsende umgehen sollte". Ermöglicht hatte die Rückgabe die US-Stiftung "Monuments Men".

Die Hessische Hausstiftung ist eine Stiftung des Hauses Hessen, aus dem die regierenden Landgrafen, Kurfürsten und Großherzöge von Hessen stammten. Ihr gehören unter anderem eine umfangreiche Kunstsammlung, das Schlosshotel Kronberg, das Hotel Hessischer Hof in Frankfurt und das Weingut Prinz von Hessen in Johannisberg im Rheingau. Die "Monuments Men" waren eine US-Spezialeinheit, die im Zweiten Weltkrieg zum Schutz von Kunstgut eingesetzt wurde.

dpa

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