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Hessentag laut Forscher erfolgreich, aber nicht identitätsstiftend

Feste Hessentag laut Forscher erfolgreich, aber nicht identitätsstiftend

Der Hessentag ist zwar in aller Munde, aber kommt Wissenschaftlern zufolge nicht in den Herzen der Menschen an. Das älteste deutsche Landesfest sei nicht identitätsstiftend, sagte Winfried Speitkamp, Professor für Neuere und Neueste Geschichte an der Universität Kassel, der Deutschen Presse-Agentur.

Hofgeismar/Kassel.  "Diejenigen, die hingehen, fühlen sich nicht zwingend als Hessen. Die großen Massen gehen zu Grönemeyer und denken nicht an Hessen dabei."

Jedoch sei der Hessentag nicht nur wegen der Konzerte erfolgreich, sondern auch, weil die Menschen darüber redeten. "Es ist ein Ereignis in Hessen", betonte Speitkamp. Das eigentliche Ziel, nämlich die Integration von Vertriebenen, sei mit dem Landesfest allerdings nicht erreicht worden. "Aber es ist ein Zeichen, dass Hessen offen ist", sagte er.

Der 55. Hessentag startet am Freitagnachmittag in Hofgeismar. Das Landesfest dauert bis zum 7. Juni. Erwartet werden rund 800 000 Besucher.

dpa

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