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Hessens Städte fühlen sich Obdachlosen im Winter gewachsen

Kommunen Hessens Städte fühlen sich Obdachlosen im Winter gewachsen

Mit Hunderten von Betten in Notunterkünften, Straßenambulanzen, Tee-Stuben, Rat und Tat will Frankfurt seine Obdachlosen gut durch den Winter bringen. Die Zahl der Obdachlosen in Frankfurt bewege sich seit zwei bis drei Jahren auf einem konstanten Niveau, sagt Christine Heinrich vom Frankfurter Verein für Soziale Heimstätten am Mittwoch.

Frankfurt/Main. Als erste Anlaufstelle zählt wieder der Kältebus, der in der Nacht bis zu 120 Kilometer durchs ganze Stadtgebiet von Frankfurt zurücklegt. Vom 1. November bis zum 31. März versorgt der Bus wohnungslose Menschen mit heißen Getränken, warmen Schlafsäcken, und wenn sie möchten, einer Fahrt zu einer Notunterkunft, darüber hinaus halten die Mitarbeiter die Zahl der Obdachlosen im Blick. In der Nacht zum Mittwoch seien vom Bus 165 obdachlose Menschen gezählt worden, teilte Frankfurts Stadträtin Daniela Birkenfeld mit. Als "wohnungslos" seien dagegen rund 3600 Menschen bekannt. Insgesamt stehen in der Mainstadt 400 Plätze in Notunterkünften zur Verfügung.

Auch andere hessische Städte sehen sich gut vorbereitet. In Kassel stehen 30 Unterbringungsmöglichkeiten bereit, die im vergangenen Winter zu etwa 90 Prozent ausgelastet waren, sagt Ingo Happel-Emrich von der Stadt Kassel. In Offenbach gibt es mit der Einrichtung "Teestube" nur eine Einrichtung mit dreizehn Übernachtungsplätzen. Dort hätten die Erfahrungen der letzten Jahre aber gezeigt, dass die Plätze reichen, meint Sprecher Alexander Kratz. Im Notfall könnten zusätzlich noch Notfallbetten aufgestellt werden.

In Darmstadt stehen sieben Unterkünfte bereit, in Wiesbaden drei. "Es muss kein Mann und keine Frau auf der Straße bleiben", sagte Sabrina Jandewerth von der Stadt Wiesbaden.

dpa

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