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Hessen fördert Filmproduktion mit knapp acht Millionen Euro

Film Hessen fördert Filmproduktion mit knapp acht Millionen Euro

Hessen hat im vergangenen Jahr 7,7 Millionen Euro in die Filmförderung investiert. Das Land werde bei Produzenten und Regisseuren immer belieber, sagte Kunstminister Boris Rhein (CDU) am Freitag in Frankfurt.

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Der hessische Kunst- und Kulturminister, Boris Rhein.

Quelle: Arne Dedert

Frankfurt/Main. 2014 hatten laut Ministerium 26 Filme Premiere, die mit Geld aus Hessen gefördert worden waren.

Das mache sich auch finanziell bezahlt, sagte Rhein: "Für jeden Euro Filmförderung des Landes wurden 2014 mehr als zwei Euro wieder in Hessen ausgegeben." Binnen vier Jahren seien durch die Filmförderung 800 Arbeitsplätze entstanden, zum Beispiel bei Postproduktion oder Geräteverleih.

4,8 Millionen Euro stammten 2014 aus der wirtschaftlichen Filmförderung des Landes, in den Vorjahren waren es durchschnittlich 4,5 Millionen Euro gewesen. 2,9 Millionen Euro kamen 2014 aus der kulturellen Filmförderung des Landes, vorher waren es durchschnittlich 2,7 Millionen.

2016 sollen beide Förderlinien zusammengeführt werden. Mit der neuen Film- und Medien GmbH will Hessen die Voraussetzungen schaffen "für einen Wettbewerb auf Augenhöhe mit den anderen Filmförderländern", wie Rhein sagte. Andere Bundesländer geben dafür weit mehr Geld aus, an der Spitze stehen laut "Creative Euro" Nordrhein-Westfalen mit 34 Millionen Euro und Bayern mit 23 Millionen Euro.

Für Regisseur Sönke Wortmann ist Hessen kein Filmland. "Es gibt eine kleine Filmförderung hier", sagte er laut "Frankfurter Neue Presse" im Januar bei der Vorstellung seines Films "Frau Müller muss weg" im Deutschen Filmmuseum. Es sei dann aber doch so, "dass man in Nordrhein-Westfalen bleibt, da gibt es auch tolle Motive und man wird finanziell noch besser unterstützt."

"An Wortmann sind wir dran", sagte Rhein, als er am gleichen Ort seine Bilanz präsentierte. "Wir wollen mehr Filme von Hessen aus Hessen, am besten mit Hessen in der Hauptrolle." Zu den erfolgreichsten in Hessen gedrehten Filmen gehörten 2014 der Weihnachtsfilm "Alles ist Liebe", die Komödie "Männerhort", der Pferdefilm "Ostwind" und "Im Labyrinth des Schweigens" über den Frankfurter Auschwitz-Prozess.

Zu den von Hessen geförderten Filmen, die 2015 ins Kino kommen, zählen "Ostwind 2", "Der kleine Rabe Socke - Das große Rennen" und "Hedi Schneider steckt fest", der gerade auf der Berlinale gezeigt wird. In den vergangenen Jahren seien zwei Drittel der Förderanträge von Produzenten außerhalb Hessens gekommen. Für Rhein ein Beweis, dass Hessen als Filmstandort immer attraktiver wird.

dpa

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