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Hessen ächzt unter der Hitze: Rekord geknackt

Wetter Hessen ächzt unter der Hitze: Rekord geknackt

Temperaturrekord geknackt, Gedränge in Freibädern und an Badeseen - doch mit der ganz großen Hitze ist es in den kommenden Tagen für Hessen wohl vorerst vorbei.

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Schwimmerinnen und Schwimmer im Badesee in Bensheim.

Quelle: Fredrik von Erichsen

Offenbach. Am Sonntag warnte der Deutsche Wetterdienst (DWD) vor schweren Gewittern mit Hagel und Orkanböen. Sogar Tornados seien nicht ausgeschlossen. Am Montag werden die Temperaturen laut Vorhersage dann nur noch vereinzelt die 30-Grad-Marke übertreffen.

Hoch "Annelie" hatte den Hessen am Samstag mächtig eingeheizt und die Temperatur in Bad Nauheim auf 38,9 Grad hochgejagt. Seit Beginn der Aufzeichnungen lag die Temperatur in dem Bundesland noch nie so hoch. Auch am Sonntag war es ähnlich heiß. Die Hitze trieb die Menschen in Massen an Orte, wo sie sich abkühlen konnten. An den Freibädern bildeten sich lange Schlangen vor den Kassenhäuschen. Doch gerade am bisher heißesten Wochenende des Jahres musste das Frankfurter Freibad Stadion wegen eines Stromausfalls bis auf weiteres geschlossen bleiben.

Trotz Temperaturen um die 35 Grad traten am Sonntag 2643 der angemeldeten 3000 Teilnehmer den Ironman-Triathlon in Frankfurt an. Dass rund zehn Prozent der Teilnehmer nicht an den Start gingen, sei völlig normal und habe nichts mit der Hitze zu tun, sagte eine Sprecherin des Veranstalters. Eine wetterbedingt erhöhte Ausfallrate war demnach auch nicht zu beobachten. Zum Schutz vor der Hitze hatten die Organisatoren unter anderem 14 Tonnen Eis für die Sportler geordert und rund 250 Helfer vom Roten Kreuz an der Strecke postiert.

Auch in Darmstadt waren die Besucher des Heinerfests auf die Hitze am Wochenende gut vorbereitet. "Mit 150 Hilfeleistungen in den ersten drei Tagen liegen wir dieses Jahr nur leicht über dem Schnitt", sagte Ingo Zöller vom Deutschen Roten Kreuz am Sonntag. Demnach registrierten die Helfer in den vergangenen Jahren etwa 250 bis 300 Behandlungen nach fünf Tagen. Mittags blieben die Leute zu Hause oder gingen an den Baggersee und kämen erst in den etwas kühleren Abendstunden auf das Fest, sagte Zöller. Ein paar Leute hätten Kreislaufprobleme. Aber man müsse fairerweise auch sagen, dass es nicht überdurchschnittlich viele und nicht alle hitzebedingt seien, bilanzierte er.

Doch die Hitze hat auch ihre Schattenseiten und führte vielerorts zu Badeunfällen. Im Haselsee bei Babenhausen nahe Darmstadt ertrank am Samstag ein Angler. Laut Polizei war der 55-Jährige mit einem Bekannten Angeln gegangen. Nachdem er am Abend alleine zum Abkühlen in den abgezäunten Baggersee gesprungen war, kam er nicht mehr heraus. Auch die Suche mit einem Polizeihubschrauber blieb erfolglos. Am Sonntagmorgen entdeckten Mitglieder des Angelvereins die Leiche.

dpa

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