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Hermann-Kesten-Preis für Dündar und Gül

Medien Hermann-Kesten-Preis für Dündar und Gül

Die türkischen Journalisten Can Dündar und Erdem Gül sind am Donnerstag mit dem Hermann-Kesten-Preis der deutschen Autorenvereinigung PEN ausgezeichnet worden.

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Hermann-Kesten-Preis für Gül (l) und Dündar ARCHIV

Quelle: SEDAT SUNA

Darmstadt. Dündar (58), bis August Chefredakteur der Tageszeitung "Cumhuryiet", nahm die Ehrung persönlich entgegen, Gül, Jahrgang 1967, ist in der Türkei und kann nicht ausreisen. Beide wurden im Mai in der Türkei wegen Geheimnisverrats zu einer mehrjährigen Haftstrafe verurteilt. "Cumhuryiet" hatte geheime Dokumente veröffentlicht, die türkische Waffenlieferungen an Islamisten in Syrien 2015 belegen sollen.

"Dündar und Gül haben gehandelt und erheben ihre Stimme nach wie vor", sagte Ex-"Tagesthemen"-Moderator Thomas Roth in seiner Laudatio laut Redetext. "Darin müssen wir sie stärken. Und damit auch jene, die unter fadenscheinigen Anwürfen und haltlosen Anklagen in der Türkei in den Gefängnissen sitzen. Es geht um ihre Freiheit. Und damit geht es auch um unsere Freiheit."

Dündar und Gül präge eine "Hoffnung, die beide aber zugleich auch den Kolleginnen und Kollegen in der Türkei weiterreichen", betonte Roth. "Und all jenen in anderen Ländern, in denen die Pressefreiheit unter Druck oder gar abgeschafft ist."

Der Preis ist mit 10 000 Euro dotiert und nach dem ehemaligen PEN-Präsidenten Hermann Kesten (1900-1996) benannt, der 1933 aus Nazi-Deutschland nach Frankreich und später in die USA floh.

dpa

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