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Hebammenmangel im Rhein-Main-Gebiet besonders schlimm

Gesundheit Hebammenmangel im Rhein-Main-Gebiet besonders schlimm

Der Deutsche Hebammenverband (DHV) sieht die Versorgung von Schwangeren durch Hebammen in Gefahr - besonders im Rhein-Main Gebiet sei die Lage schwierig. "In grenznahen Regionen und Großstädten wie Frankfurt gibt es schon jetzt Probleme, am Wochenende eine Hebamme für die Nachsorge zu Hause zu bekommen", sagte DHV-Präsidentin Martina Klenk.

Wiesbaden. Am internationalen Hebammentag am Dienstag machten die Geburtshelferinnen unter dem Motto "Hebammen für eine bessere Zukunft" auf ihre Situation aufmerksam.

Das Statische Bundesamt in Wiesbaden teilte mit, dass 2013 insgesamt 10 691 Hebammen und Entbindungspfleger in Krankenhäusern tätig waren, davon 1982 als Belegkräfte. Seit 1991 veranstalten Hebammen weltweit am 5. Mai den Aktionstag, um über ihre Arbeit zu informieren.

Die Versorgungsprobleme im Raum Rhein-Main bestätigt auch Gabriele Kopp vom Landesverband der Hessischen Hebammen. "Ich höre von Frauen, die 80 Hebammen in Frankfurt anfragen und nur Absagen bekommen. Die Lage ist katastrophal." Neben den hohen Kosten für die Haftpflichtversicherung von Hebammen seien auch die hohen Lebenshaltungskosten im Rhein-Main-Gebiet ein Grund für die Probleme.

An Bewerbern fehlt es nach Angaben der Hebammenschule der Horst Schmidt Kliniken in Wiesbaden nicht. "In der letzten Bewerbungsphase kamen über 300 Bewerbungen auf 18 Plätze", berichtete die Schule.

dpa

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