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Handgranaten auf Bauernhof: Bewährungsstrafe für Landwirt

Prozesse Handgranaten auf Bauernhof: Bewährungsstrafe für Landwirt

Weil auf seinem Bauerhof elf Handgranaten gefunden worden sind, ist ein Landwirt aus dem Taunus am Dienstag in Frankfurt zu einem Jahr und vier Monaten Bewährungsstrafe verurteilt worden.

Frankfurt/Main. Das Amtsgericht ging von einem Verstoß gegen das Kriegswaffenkontrollgesetz aus und verhängte zusätzlich noch 1200 Euro Geldauflage gegen den 62-Jährigen.

Der Mann, der einen Pferdehof in Neu-Anspach (Hochtaunuskreis) betreibt, hatte im Juni Besuch von der Steuerfahndung bekommen. Auf der Suche nach den entsprechenden Steuerunterlagen stießen die Fahnder auf einen Koffer im Wohnzimmer, in dem die Handgranaten verstaut waren. Der Mann hatte sie bereits vor mehr als zwanzig Jahren von einem früheren Arbeitskollegen "zur Zwischenlagerung" übergeben bekommen. Sie stammten aus dem jugoslawischen Bürgerkrieg.

Vor Gericht legte der Landwirt ein Geständnis ab. Er bereue es, dass er dem Bekannten seinerzeit diesen Gefallen getan habe. Weil Verstöße gegen das Kriegswaffenkontrollgesetz jedoch als Verbrechen gelten und mit einer Mindeststrafe von einem Jahr belegt sind, kam laut Urteil keine mildere Strafe in Betracht. "Dagegen spricht auch die große Zahl der sichergestellten Handgranaten", sagte die Richterin.

dpa

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