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Handgemenge im Gerichtssaal bei Totschlagsprozess

Prozesse Handgemenge im Gerichtssaal bei Totschlagsprozess

Im Prozess gegen einen 19-jährigen wegen Totschlags ist es am Mittwoch in Frankfurt zu einem Handgemenge im Gerichtssaal gekommen. Wie ein Sprecher des Landgerichts berichtete, attackierten sich Angehörige zweier gegnerischer Gruppen im Zuschauerraum.

Frankfurt/Main. Erst als sämtliche Wachtmeister aus dem strafrechtlichen Sektor des Gerichts zusammengezogen worden seien und im Gerichtssaal erschienen, habe sich die Situation beruhigt und die Jugendstrafkammer nach 30 Minuten Unterbrechung weiterverhandeln können. Auch die anderen Strafkammern mussten in Ermangelung von Wachtmeistern eine Zwangspause einlegen.

Dem 19-Jährigen wird vorgeworfen, einen zwei Jahre älteren Mann im August vergangenen Jahres in der Frankfurter Innenstadt erstochen zu haben. Zuvor hatte es einen Streit zwischen den Mitgliedern zweier Jugendgruppen gegeben. Bereits zum Prozessauftakt am vergangenen Dienstag hatten die im Zuschauerraum mit einheitlichen Trikots sitzenden Mitglieder der Gruppe des Opfers mehrfach eindringlich ermahnt werden müssen.

Verletzt worden sei bei dem Gerangel niemand, sagte der Sprecher. Auch habe niemand festgenommen werden müssen. Man reagiere bei derartigen Ausschreitungen aber sehr entschieden. Vor einem Monat waren vor und im Eingangsbereich des Frankfurter Gerichtsgebäudes zwei Menschen erschossen worden.

dpa

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