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Haftstrafe für tödliche Trunkenheitsfahrt

Prozesse Haftstrafe für tödliche Trunkenheitsfahrt

Nach einem schweren Verkehrsunfall mit einem Todesopfer hat das Landgericht Frankfurt den 43 Jahre alten Unfallfahrer am Dienstag zu drei Jahren und neun Monaten Haft verurteilt.

Frankfurt/Main. Die Richter verhängten zusätzlich eine Führerscheinsperre von zwei Jahren. Das Urteil lautete auf fahrlässige Tötung, Trunkenheit im Straßenverkehr und Unfallflucht.

Nach einer Nacht in diversen Frankfurter Bars im September vergangenen Jahres war der Mann, der betrunken war und Cannabis konsumiert hatte, auf der Heimfahrt nach Karben (Wetteraukreis) mit seinem Auto bei überhöhtem Tempo auf die Gegenfahrbahn geraten und mit dem Wagen einer 59-jährigen Frau kollidiert.

Das Gericht konnte seine Aussage nicht widerlegen, wonach er nach dem Unfall den Sicherheitsgurt des Opfers gelöst und dabei festgestellt hatte, dass die Frau bereits tot war. Deshalb konnte er nicht - wie ursprünglich angeklagt - wegen Mordversuchs durch Unterlassen verurteilt werden. Vor Gericht hatte der Mann von einem "Filmriss" gesprochen. Nach einer umfangreichen Suchaktion der Polizei war er wenige Stunden nach dem Unfall in seiner Wohnung festgenommen worden.

dpa

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