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Haft für falschen Polizisten wegen sexuellen Missbrauchs

Prozesse Haft für falschen Polizisten wegen sexuellen Missbrauchs

Er hat sich als Polizist, Bademeister und Detektiv ausgegeben, um Mädchen sexuell zu missbrauchen: Ein 24-Jähriger ist am Freitag vom Landgericht Fulda zu einer Jugendstrafe von drei Jahren und neun Monaten verurteilt worden.

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Die Staatsanwaltschaft hatte sechs Jahre Haft gefordert.

Quelle: Uli Deck/Symbol

Fulda. Er habe sich in mehr als einem Dutzend Fälle der Vergewaltigung, Körperverletzung, Nötigung, Amtsanmaßung und des sexuellen Missbrauchs schuldig gemacht, befanden die Richter.

Seine zwischen 10 und 17 Jahre alten Opfer fand der Angeklagte auf offener Straße. Er tastete sie unter dem Vorwand, sie auf Drogen, Diebesgut oder mögliche Krankheitserreger untersuchen zu müssen, von oben bis unten ab. Eine 17-Jährige vergewaltigte er, die junge Frau kämpft bis heute mit starken psychischen Problemen. Auch die anderen Opfer leiden zum Teil unter Verfolgungsangst oder haben Schlafprobleme.

Es ging um Taten in Fulda, Petersberg, Hofbieber, Wetzlar, Kassel und Hamburg, die zwischen Februar 2005 und Ende Juni 2014 begangen wurden. Vor Gericht hatte der Angeklagte einige davon gestanden. Das Gericht verurteilte den Angeklagten aber nur in 13 von insgesamt 25 angeklagten Fällen, die übrigen konnten ihm nicht zweifelsfrei nachgewiesen werden.

Die Staatsanwaltschaft hatte auf sechs Jahre Gefängnis plädiert, die vier Nebenklagevertreter hatten sich dieser Forderung angeschlossen. Die Verteidigung hatte zweieinhalb Jahre für angemessen erklärt. Der Prozess fand unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt, da der Angeklagte bei der ersten Tat selbst erst 14 Jahre alt war. Seit August 2014 sitzt er in Untersuchungshaft.

Das Gericht ordnete zudem an, dass der Angeklagte vier Jahre lang in einer sozialtherapeutischen Anstalt behandelt wird. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

dpa

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