Volltextsuche über das Angebot:

10 ° / -2 ° Regenschauer

Navigation:
Haarige Sonderschau in der neuen Grimmwelt in Kassel

Museen Haarige Sonderschau in der neuen Grimmwelt in Kassel

In der ersten Sonderausstellung der neuen Grimmwelt in Kassel geht es haarig zu. Die Schau "Im Dickicht der Haare" widmet sich vielen Aspekten von Haaren. Kinder könnten bei der Ausstellung allerdings überfordert sein.

Voriger Artikel
Messerstecher verletzt zwei Frauen in Kassel
Nächster Artikel
Demonstriert und Bengalos gezündet: Polizei ermittelt

Ausgehend von den Brüdern Grimm wird das Phänomen Haare aufgegriffen.

Quelle: Uwe Zucchi

Kassel. Es wird haarig: Haare in vielen Facetten zeigt die neue Grimmwelt in Kassel in ihrer ersten Sonderausstellung seit der Eröffnung vor rund fünf Wochen. Haare spielten bei Rapunzel und Schneewittchen eine Rolle, aber auch bei anderen Werken der Brüder Grimm wie den "Deutschen Rechtsalterthümern" oder in der "Deutschen Mythologie", sagte am Donnerstag Annemarie Hürlimann, die die Schau mit entwickelt hat.

Unter dem Titel "Im Dickicht der Haare" sind vom (morgigen) Freitag an bis zum 20. März 2016 Malerei, Installationen, Videos, Fotos oder historische Exponate zu sehen. Darunter sind auch afrikanische und nordkoreanische Friseurschilder, die Locke eines Verwandten der Brüder Grimm sowie Drag-Queen-Perücken.

Zu den Höhepunkten zählt ein Gesicht aus einem 3D-Drucker, das über DNA-Auswertung eines einzelnen Haars entstanden ist. Die Künstlerin Chossy präsentiert ihre Sammlung von Menschen- und Tierhaaren. "Ich sammle Haare wie andere Briefmarken", sagte sie. Die anspruchsvolle Schau ist in insgesamt acht Teile gegliedert, darunter die Aspekte Flechten, Verschleiern, Verwandeln oder Scheren.

Die Sonderausstellung sei nicht extra für Kinder konzipiert, betonte Grimmwelt-Chefin Susanne Völker. Die Grimmwelt habe den Anspruch, die Grimms nicht nur auf Märchen zu reduzieren. "Nicht nur Schönheit, Zaubern und Rapunzel." Allerdings könne es bei anderen Projekten auch wieder spielerischer zugehen.

Die Brüder Wilhelm und Jacob Grimm lebten mit Unterbrechungen zwischen 1798 und 1841 in Kassel. Dort sammelten sie Kinder- und Hausmärchen und begannen die Arbeit an ihrem Wörterbuch.

dpa

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Panorama

Auf der Meinungsseite der OP finden Sie Kommentare zu lokalen und regionalen Ereignissen und zum politischen Weltgeschehen. Sportliche "Einwürfe" und lokale Glossen gehören zum meinungsstarken Erscheinungsbild der Oberhessischen Presse. mehr