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Gutachter entlastet 61-Jährige im Prozess um Ehemann-Tötung

Prozesse Gutachter entlastet 61-Jährige im Prozess um Ehemann-Tötung

Im Limburger Prozess gegen eine 61-Jährige wegen der Tötung ihres Mannes hat ein Gutachter die Frau entlastet. Der Angeklagten wird vor dem Landgericht vorgeworfen, dem 53-Jährigen eine Glasschale auf den Kopf geschlagen und ihn dann mit einer Scherbe unter der Achsel geschnitten zu haben.

Limburg. Das Opfer verblutete in zwei Stunden, ohne dass die stark alkoholisierte Frau Hilfe holte. Die Anklage lautet auf Mord aus niedrigen Beweggründen.

Der Sachverständige, der die Leiche obduziert hatte, schloss in seiner Aussage am Freitag einen Unfall aus und bezeichnete auch einen gewaltsamen Tod als eher unwahrscheinlich. Der 53-Jährige habe nach seinen Untersuchungen einen Suizid begangen. Dafür sprächen alte Narben an beiden Handgelenken und eine alte Schnittwundennarbe im Achselbereich. Das lasse auf Suizidversuche in der Vergangenheit schließen. Verletzungen, die auf Abwehrversuche hindeuteten, seien nicht festgestellt worden.

Der Haftbefehl gegen die Frau wurde nach der Aussage aufgehoben. Das Verfahren wird am 9. Juni mit weiteren Zeugenvernehmungen fortgesetzt.

dpa

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