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Gröhe: Müssen nach Skandal für Organspende werben

Gesundheit Gröhe: Müssen nach Skandal für Organspende werben

Gesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) will nach dem jüngsten Transplantationsskandal intensiv um die Bereitschaft der Bürger für eine Organspende werben. "Die aktuellen Zahlen zeigen, dass sich verloren gegangenes Vertrauen nur langsam zurückgewinnen lässt", sagte Gröhe der Deutschen Presse-Agentur. 

Er fügte hinzu: "Über 10 000 schwerkranke Menschen warten in Deutschland verzweifelt auf ein Spendeorgan.

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Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU).

Quelle: Jörg Carstensen/Archiv

Frankfurt/Berlin. Alle acht Stunden stirbt ein Mensch auf der Warteliste, weil kein passendes Organ gefunden wird. Das heißt umgekehrt: Jeden Tag könnten drei Menschenleben gerettet werden." 

Es müsse also alles daran gesetzt werden, "das Vertrauen in die Organspende wiederzugewinnen, das 2012 durch die schweren Verfehlungen an einzelnen Kliniken erschüttert wurde", sagte der Minister. "Daran müssen alle Beteiligten mitwirken, also Ärzte, Krankenhäuser, die Deutsche Stiftung Organspende und der Gesetzgeber. Nach 2012 wurden die Konsequenzen gezogen und die Kontrollen verschärft. Jetzt ist es wichtig, dass die bestehenden Regeln von allen eingehalten werden."

69 Prozent der Menschen in Deutschland sagen laut Gröhe, dass sie zu einer Organspende grundsätzlich bereit sind. "Trotzdem besitzt nur jeder Dritte (32 Prozent) einen Organspendeausweis." Das bedeute: "Wir müssen weiter über die Organspende sachlich aufklären und für die Organspende werben", forderte Gröhe.

dpa

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