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Gießener Gericht verhandelt Freitag über herzkranken Jungen

Gesundheit Gießener Gericht verhandelt Freitag über herzkranken Jungen

Das Landgericht Gießen wird am kommenden Freitag (12. September) darüber verhandeln, ob ein herzkranker Junge auf die Warteliste für ein Spenderorgan kommen muss.

Gießen. Die Eltern des Kindes wollen das mit einer einstweiligen Verfügung erreichen. Bei der mündlichen Verhandlung sollen die Beteiligten gehört werden, wie eine Justizsprecherin am Dienstag sagte. Der 22 Monate alte Junge aus der Türkei sollte eigentlich an der Gießener Uni-Klinik ein neues Herz bekommen. Wegen eines Hirnschadens, den er kurz vor der Abreise erlitt, setzten die Ärzte ihn aber nicht auf die Warteliste.

Die Eltern wollen diese Entscheidung nicht akzeptieren und haben dabei auch zahlreiche Unterstützer. Die Mediziner berufen sich auf das Transplantationsgesetz und entsprechende Richtlinien. Eine Prüfungs- und eine Überwachungskommission, getragen unter anderem von der Bundesärztekammer, stützt die Einschätzung der Ärzte. Der Fall löste auch eine Debatte über die Richtlinien für Transplantationen aus, einige Politiker forderten eine Überarbeitung der Vorschriften.

dpa

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