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Gewehre und Munition unterm Bett: Prozess gegen Waffennarren

Prozesse Gewehre und Munition unterm Bett: Prozess gegen Waffennarren

Weil er Schnellfeuergewehre, Revolvertrommeln und Munition in seiner Wohnung aufbewahrt hat, muss sich seit Montag ein 48 Jahre alter Mann vor dem Amtsgericht Frankfurt verantworten.

Frankfurt/Main. Polizei und Zollbehörden waren am Frankfurter Flughafen auf den in Hannover wohnenden Angeklagten aufmerksam geworden, weil dieser über das Internet in Amerika eine Revolvertrommel bestellt hatte. Das Päckchen kam Ende 2012 per Luftfracht in Deutschland an.

Die Zollbehörden veranlassten daraufhin eine Wohnungsdurchsuchung, bei der zahlreiche weitere verbotenen Waffen und Munition gefunden wurden. In einer laut Zeugenaussage "total vermüllten" Ein-Zimmer-Wohnung lagen die Waffen und die Munition teilweise ungesichert unter dem Bett.

Vor Gericht bezeichnete sich der Angeklagte als "leidenschaftlichen Schützen". Warum er trotz einer 2009 abgelegten "Sachkundeprüfung" die verbotene Trommel in Amerika bestellt hatte, konnte er dagegen nicht sagen. Dem Richter kündigte er an, künftig auch seine bislang legal besessenen Waffen an seinen Schützenverein abgeben zu wollen. Weil er laut Anklage auch gegen das Kriegswaffenkontrollgesetz verstoßen hatte, droht ihm eine Mindeststrafe von einem Jahr.

dpa

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