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Gesundheitsexperte kritisiert Ebola-Bekämpfung

Gesundheit Gesundheitsexperte kritisiert Ebola-Bekämpfung

Der Leiter des Frankfurter Gesundheitsamtes, René Gottschalk, sieht laut einem Zeitungsbericht keine Ebola-Bedrohung für Deutschland. Er übt aber Kritik an der Bekämpfung der Epidemie in Westafrika.

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René Gottschalk hält Risiko in Deutschland für gering.

Quelle: Ahmed Jallanzo/dpa

Frankfurt/Main. "Man hätte das in den Griff gekriegt, wenn man frühzeitig eingegriffen hätte", sagte Gottschalk, der auch Sprecher des Ständigen Arbeitskreises der Kompetenz- und Behandlungszentren für hochkontagiöse und lebensbedrohliche Erkrankungen ist, der "Frankfurter Rundschau". Stattdessen habe man die betroffenen afrikanischen Stämme und Dörfer nicht eingebunden, sondern an ihnen vorbei gearbeitet.

"Ich mache mir Sorgen um die Afrikaner, die es betrifft", sagte Gottschalk. "Es werden bestimmt noch viel mehr Leute erkranken und sterben, als jetzt schon gestorben sind." Auch die Organisation Ärzte ohne Grenzen hatte moniert, dass zu langsam gehandelt worden sei. Dies habe Leben gekostet.

Mit Blick auf Deutschland sagte Gottschalk, die Bedrohungslage habe sich nicht verändert. "Das Risiko, dass jemand kommen könnte, der Ebola hat, gibt es natürlich. Aber wir sind in Frankfurt und am Frankfurter Flughafen sicher am besten gerüstet in der ganzen Welt", betonte er. "Ich kann mir nicht vorstellen, dass wir da irgendetwas übersehen."

dpa

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