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Geständnis im Mordprozess um getöteten Rocker

Prozesse Geständnis im Mordprozess um getöteten Rocker

Im Prozess um den gewaltsamen Tod eines Rockers im Frankfurter Problemviertel Bonames hat der Angeklagte ein Geständnis abgelegt. "Es tut mir unendlich leid, was ich getan habe und welches Leid ich über die Familie des Getöteten gebracht habe", sagte der 28 Jahre alte Angeklagte am Dienstag vor dem Landgericht Frankfurt.

Frankfurt/Main. Die Schwurgerichtskammer verhandelt gegen ihn seit Anfang Juni wegen Mordes und zweifachen Mordversuchs. Der Rocker war Anfang April vergangenen Jahres getötet worden, zwei seiner Begleiter wurden damals verletzt.

Nach zahlreichen Zeugenaussagen sei er "äußerst erschrocken" über sich selbst, sagte der Angeklagte. "Ich erkenne mich selbst nicht mehr." An Einzelheiten des Tatablaufs könne er sich aber nicht mehr durchgehend erinnern. Der Mann hatte sich kurz nach der Tat der Polizei gestellt.

In seiner Einlassung warf der 28-Jährige kein gutes Licht auf den getöteten Rocker und seine Begleiter, die - wie die eigene Familie - über Jahre hinweg im Drogenhandel verstrickt gewesen seien. Der Getötete habe ihn und seine Familienangehörigen immer wieder bedroht und deshalb auch Schießübungen in einem nahen Park veranstaltet. Ein missglücktes Drogengeschäft, bei dem seine Familie 40 000 Euro verloren habe, habe das Fass schließlich zum Überlaufen gebracht.

Die Schwurgerichtskammer will noch eine Vielzahl weiterer Zeugen hören. Vorläufig letzter Verhandlungstag ist der 29. September.

dpa

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