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Gesichter von Soldaten aus Afghanistan im Sepulkralmuseum

Museen Gesichter von Soldaten aus Afghanistan im Sepulkralmuseum

Hoffnung, Stärke und leere Blicke - die Gesichter deutscher Afghanistan-Soldaten sind Thema einer neuen Ausstellung im Museum für Sepulkralkultur in Kassel. Das Besondere: Der Krieg wird auf den Fotos ausgeblendet, die Soldaten sind vor einem weißen Hintergrund fotografiert.

Kassel. Der Ausdruck der Gesichter weise darauf hin, dass die Menschen im Einsatz waren, sagte der stellvertretende Leiter des Museums, Gerold Eppler, am Donnerstag. "Der Tod taucht in den Bildern nicht explizit auf, sondern nur über Gegenstände."

Die Fotos zeigen Soldaten in Tarnuniform, mit Maschinengewehren oder Schutzanzügen, aber auch Militärgeistliche mit Bibel in der Hand. Zu sehen sind zudem Gesichter von Familien nach der Rückkehr des Vaters, Soldaten-Witwen oder eines Jungen, der seinen Vater verloren hat.

Er habe eine neutrale Haltung darstellen wollen, sagte der Fotograf Jens Umbach. "Es geht um den Menschen." Ziel der Ausstellung sei es, "eine Diskussion zu starten". Umbach wurde 1973 im nordhessischen Homberg (Efze) geboren und hat bereits für die britische "Vogue" und den "New Yorker" gearbeitet. Vier Jahre lang hatte er Soldaten begleitet.

Seit 2002 kämpfen deutsche Soldaten in Afghanistan, Dutzende wurden getötet. Die Schau ist von Samstag an bis zum 27. Juli zu sehen.

dpa

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