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Geschäftsfrau soll lebensgefährliche Puppen importiert haben

Prozesse Geschäftsfrau soll lebensgefährliche Puppen importiert haben

Weil sie verbotene Kinderpuppen aus China in Deutschland verkauft haben soll, muss sich eine 28 Jahre alte Geschäftsfrau vor dem Amtsgericht Frankfurt verantworten.

Frankfurt/Main. Die Frau schwieg am Montag zu den Vorwürfen. Die Puppen sind in Deutschland verboten, weil sie einen überdurchschnittlichen Anteil an Weichmachern enthalten. Nehme ein Kleinkind ein Puppenteil in den Mund und verschlucke es, könne sich der Weichmacher verhärten und lebenswichtige Organe blockieren, hieß es vor Gericht. Auf den Verpackungen fehle auch der Hinweis, dass das Spielzeug für Kinder unter drei Jahren ungeeignet sei.

Etwa 100 Puppen sollen von der Firma der Angeklagten importiert und weiterverkauft worden sein. Sie wurden in einem anderen Unternehmen beschlagnahmt. In den Geschäftsräumen der 28-Jährigen fanden die Ermittler weiteres bedenkliches Kinderspielzeug.

Der Verteidiger der Frau ließ erkennen, dass die Herkunft der Puppen unklar sei. Das Gericht muss deshalb in einer größeren Beweisaufnahme die Geschäftspartner der Frau in den Zeugenstand laden. Ursprünglich war die 28-Jährige mit einem Strafbefehl zu einer Geldstrafe von 2100 Euro (70 Tagessätze) verurteilt worden. Dagegen hatte sie jedoch Einspruch eingelegt. Der Angeklagten wird ein Verstoß gegen lebensmittelrechtliche Vorschriften vorgeworfen.

dpa

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