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Gericht schickt OB-Kandidaten nach Handgemenge zum Psychiater

Prozesse Gericht schickt OB-Kandidaten nach Handgemenge zum Psychiater

Nach einem Handgemenge im Frankfurter Römer mit einem Verletzten muss sich ein früherer OB-Kandidat einer psychiatrischen Begutachtung unterziehen. Das Landgericht ordnete die Untersuchung in einem am Dienstag verkündeten Beschluss an und setzte gleichzeitig das Strafverfahren gegen den 61-Jährigen aus.

Frankfurt/Main. Er hatte gegen ein Urteil des Amtsgerichts vom Dezember 2014 Berufung eingelegt.

Der Mann war wegen Körperverletzung zu 560 Euro Geldstrafe (70 Tagessätze zu je acht Euro) verurteilt worden. Er hat demnach bei der Festveranstaltung zur Verleihung des Bürgerpreises der Sparkasse im Juni 2013 zunächst herumgepöbelt und später den Protokollchef mit solcher Wucht gegen ein Klavier gestoßen, dass dieser Rippenprellungen erlitt.

Nach verschiedenen Äußerungen in der Verhandlung sowie der Übersendung einer umfangreichen Verteidigungsschrift kamen Gericht und Staatsanwaltschaft zu dem Schluss, dass die Schuld- und Steuerungsfähigkeit des Mannes eingeschränkt sein könnte. Mit einem neuen Prozess könne erst nach dem Vorliegen des Gutachtens in einigen Monaten gerechnet werden. Als OB-Kandidat hatte der Mann im Frühjahr 2012 nur 0,2 Prozent der Stimmen erhalten. Schon früher hatte er mehrfach für unterschiedliche Ämter kandidiert.

dpa

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