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Gericht belässt es bei Ermahnung für Hausbesetzer

Prozesse Gericht belässt es bei Ermahnung für Hausbesetzer

Nach einer Hausbesetzung am ehemaligen Uni-Campus Bockenheim hat das Amtsgericht Frankfurt einen der Teilnehmer ermahnt, das Strafverfahren ansonsten aber eingestellt.

Frankfurt/Main. In einem Gespräch mit der Jugendgerichtshelferin habe der 19-Jährige eingesehen, dass er Unrecht getan habe, hieß es am Montag vor Gericht. Der Mann und 25 weitere junge Leuten waren im März dieses Jahres in die leerstehende Villa eingedrungen und hatten ein Transparent mit dem Schriftzug "Besetzt" aus dem Fenster gehängt. Die Aufforderung des Eigentümers, das Gebäude zu verlassen, ignorierten sie. Erst als die Polizei eingriff, beendeten sie die Aktion.

Der Angeklagte sagte vor Gericht, man habe auf die schlechte Wohnraumsituation für junge Leute in Frankfurt hinweisen wollen. "Das ist ein löbliches Anliegen", sagte die Jugendrichterin. Die Mittel des Protestes seien allerdings die falschen gewesen. Spätestens nach der Aufforderung des Eigentümers hätte man das Haus räumen müssen.

Sechs weitere Teilnehmer an der Besetzung wurden nach Mitteilung der Staatsanwaltschaft inzwischen mit einem Bußgeld bestraft. In einem weiteren Fall verhängte das Jugendgericht eine Arbeitsauflage. Die Polizei bearbeite derzeit noch zahlreiche Verfahren. Eine städtische Holding hatte als Hauseigentümerin Strafanträge gestellt.

dpa

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