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Gericht: Geschäftsführer kann Pilotenlizenz nicht von Steuer absetzen

Prozesse Gericht: Geschäftsführer kann Pilotenlizenz nicht von Steuer absetzen

Flüge mit seinem Privatflugzeug und Kosten für eine internationale Flugzeuglizenz kann ein Geschäftsführer einer GmbH nicht als Werbungskosten von der Steuer absetzen.

Kassel. Das hat das Hessische Finanzgericht (HFG) in Kassel in einem am Dienstag veröffentlichten Urteil entschieden (Az. 4 K 781/12). Der Eigentümer eines kleineren Privatflugzeugs, der rund 250 000 Euro verdiente, wollte etwa 30 Flugstunden absetzen, weil er mit seinem Flugzeug "beruflich veranlasste Auswärtstermine" wahrgenommen hatte. Er berief sich auf Zeitersparnis, Terminnot und die Einsparung von Übernachtungskosten. Zudem wollte er sich bis zu 30 000 Euro für die Fluglizenz als Werbungskosten anrechnen lassen.

Das Finanzgericht folgte dem nicht. Der Mann habe das Privatflugzeug "aus Freude am Fliegen" anderen Verkehrsmitteln vorgezogen. Zwar seien Reise- bzw. Abwesenheitszeiten verkürzt gewesen, doch damit habe er auch keine Zeit für Telefonate, Durchsicht von Geschäftsunterlagen oder elektronische Kommunikation wie bei Bahnfahrten oder Linienflügen gehabt. Auch die Fluglizenz sei nicht absetzbar, weil der Flugschein für die von ihm ausgeübte Tätigkeit als Geschäftsführer nicht benötigt werde.

Gegen das Urteil wurde laut HFG eine Nichtzulassungsbeschwerde beim Bundesgerichtshof eingelegt (Az. des BFH: VI B 137/14).

dpa

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