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Gemälde mit Millionenwert unterschlagen - Mildes Prozess-Urteil

Prozesse Gemälde mit Millionenwert unterschlagen - Mildes Prozess-Urteil

Das Landgericht Fulda hat einen angeblichen Kunstsammler zu einem Jahr und zehn Monaten Haft auf Bewährung verurteilt. Der Angeklagte hatte zugegeben, eine ihm anvertraute Gemäldesammlung im Wert von 2,5 Millionen Euro gegen 60 000 Euro verpfändet zu haben.

Fulda. Verurteilt wurde der 68-Jährige aus Hildesheim (Niedersachsen) am Donnerstag wegen veruntreuender Unterschlagung, er muss deshalb auch 200 Stunden gemeinnützige Arbeit leisten.

Bei der Sammlung handelt es sich um 140 Bilder des Bauhaus-Künstlers Georg Muche. Der Eigentümer, ein Kunstsammler (84) aus der Rhön, wollte die Bilder an den Angeklagten verkaufen. Der versprach, zunächst eine halbe Million Euro und die restlichen zwei Millionen Euro später zu bezahlen. Doch der Eigentümer erhielt keinen Cent.

Nach einem halben Jahr machte die Kripo die Sammlung in einem Berliner Leihhaus ausfindig, nur einen Tag bevor die Leihfrist abgelaufen wäre und das Leihhaus sie hätte weiterverkaufen dürfen. Die Bilder waren in gutem Zustand und sind inzwischen an den Eigentümer zurückgegangen. Er musste jedoch 63 000 Euro dafür zahlen. Der Richter erklärte, die Strafe sei so milde ausgefallen, weil die Tat schon fünf Jahre zurückliegt und der Angeklagte seitdem nicht mehr straffällig geworden ist. Der Geschädigte sei zudem extrem leichtgläubig gewesen.

dpa

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