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Gelungene Festspiel-Neuheit: Erstmals Theaterstück im Park

Theater Gelungene Festspiel-Neuheit: Erstmals Theaterstück im Park

Mit einem Novum ist am Freitagabend die zweite Saison-Premiere bei den 65. Bad Hersfelder Festspielen über die Bühne gegangen. Erstmals wurde ein Stück bei dem renommierten Freilicht-Theaterfestival im Park neben der Stiftsruine gezeigt.

Bad Hersfeld. Uraufgeführt wurden "Sommernachts-Träumereien" nach der Inszenierung von Joern Hinkel, der die Shakespeare-Vorlage auch bearbeitete.

Die rund 500 Zuschauer sahen im Park zwischen Katharinenturm und Stiftsruine eine heitere, modernisierte Fassung mit einem spielfreudigen Ensemble. Mehrfach spendeten sie Szenenapplaus. Neben den Schauspielprofis wirkten über 40 Laiendarsteller in dem knapp zweistündigen Stück mit. Insgesamt waren mehr als 50 Personen zwischen 10 und 80 Jahren beteiligt.

Die doppelte Hauptrolle (Theseus/Oberon) verkörperte Christian Schmidt ausdrucksstark. In weiteren Rollen waren Géraldine Diallo, André Eisermann, Markus Majowski und Anna Graenzer zu sehen. Graenzer sprühte vor Esprit und gab einen quirlig-verrückten Puck. Das Publikum sah Szenen, die von sexuellen Fantasien, Eifersucht und Rachsucht, aber auch von Poesie und Komik geprägt waren.

Die "Sommernachts-Träumereien" sind nicht ausschließlich von Shakespeare. Hinkel hatte im Vergleich zum Original "Ein Sommernachtstraum" viele eigene Textideen eingearbeitet. "Das mag anmaßend sein, aber wenn uns jemand dazu animiert hat, dann Shakespeare selbst, der in allen seinen Stücken und Aufführungen Tagesaktuelles und Persönliches hat einfließen lassen", betonte er.

dpa

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