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Geldschnipsel: Hilft Technik für zerrissene Stasi-Akten?

Gesellschaft Geldschnipsel: Hilft Technik für zerrissene Stasi-Akten?

Auch nach vier Monaten ist der mysteriöse Fall der Geldschnipsel aus Darmstadt noch immer ohne heiße Spur. Das Analysezentrum der Deutschen Bundesbank in Mainz hofft nun darauf, dass das Fraunhofer Institut für Produktionsanlagen und Konstruktionstechnik in Berlin nächstes Jahr mit seiner Erfahrung beim Zusammensetzen zerrissener Stasi-Akten weiterhelfen kann.

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Zerschnittene und zerrissene Geldscheine liegen im Polizeipräsidium Südhessen in Darmstadt (Hessen).

Quelle: Polizeipräsidium Südhessen/Archiv

Darmstadt/Mainz. "Wir haben die Sache erst mal zur Seite gelegt", sagte der Leiter des Analysezentrums, Rainer Elm. "Es gibt viel zu viele, fast 10 000 kleine Geldschnipsel. Wir haben auch noch viele andere Fälle."

Wenn mehrere Geldscheine übereinandergelegt und zerschnitten werden, seien die Unterschiede der Schnipsel so klein, dass man sie laut Elm "mit dem bloßen Auge kaum mehr unterscheiden kann" - auch wenn die Experten in Mainz mit Lupe und Mikroskop arbeiten. Im Fraunhofer Institut können die Schnipsel aber eingescannt werden. "Eine Software macht dann Vorschläge, wo die Schnipsel hingehören könnten", sagte Sprecher Steffen Pospischil. "Das macht die Sache um einiges leichter."

In Darmstadt waren an mehr als 20 Stellen - erstmals im August - Teile von echten 500-, 100- und 50-Euro-Scheinen entdeckt worden. Woher das Geld stammt, ist laut Polizei nach wie vor unklar. Seit geraumer Zeit habe es keine neuen Schnipsel mehr gegeben.

dpa

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