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Geld veruntreut: Bewährungsstrafe für frühere Bankangestellte

Prozesse Geld veruntreut: Bewährungsstrafe für frühere Bankangestellte

Weil sie rund 123 000 Euro veruntreut hat, ist eine frühere Bankangestellte in Frankfurt zu zwei Jahren Haft auf Bewährung verurteilt worden. Als Kundenbetreuerin und stellvertretende Filialleiterin hatte die 65-Jährige nach Feststellung des Amtsgerichts in 13 Fällen Konten auf Namen von Verwandten und Bekannten eröffnet und diese später mit Überziehungsmöglichkeiten ausgestattet.

Frankfurt/Main. An mehreren Geldautomaten hob sie dann Geld ab. Zuvor hatte sie entsprechende Transaktionen auf den Konten vorgetäuscht, die den Überziehungskredit plausibel erschienen ließen. Aufgrund von Namensgleichungen schöpfte die Bank bei einer internen Revision jedoch Verdacht. Mit den Vorwürfen konfrontiert, kündigte die Frau nach 30 Jahren bei der Bank und unterschrieb ein notarielles Schuldanerkenntnis.

Vor dem Amtsgericht sagte die Angeklagte, sie habe sich sehr einsam gefühlt und die Zuneigung ihres Lebensgefährten mit aufwendigen Geschenken - teuren Urlauben, Autos und Möbeln - sicherstellen wollen. Mittlerweile befinde sie sich aber in psychologischer Behandlung. Zur Wiedergutmachung des Schadens habe sie auf ihre Betriebsrente im Wert von 47 000 Euro verzichtet und zahle monatlich 700 Euro an die Bank. Die Richter setzten diese Zahlung am Montag als Bewährungsauflage fest.

dpa

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