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Gedenkstätteneröffnung an EZB-Neubau verzögert sich

Kommunen Gedenkstätteneröffnung an EZB-Neubau verzögert sich

Die Erinnerungsstätte an die Deportation von mehr als 10 000 Frankfurter Juden am EZB-Neubau wird mehrere Monate später eröffnet als geplant. Statt Mitte des Jahres, werde die Gedenkstätte um die alte Großmarkthalle frühestens Ende 2015 der Öffentlichkeit übergeben werden können, sagte Antje Runge vom Frankfurter Kulturdezernat der Deutschen Presse-Agentur.

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Der EZB-Neubau spiegelt sich in einer Pfütze.

Quelle: Frank Rumpenhorst

Frankfurt/Main. Der Grund: Die Fußgängerbrücke am Stellwerk neben der früheren Großmarkthalle sei so marode gewesen, dass sie nicht saniert werden konnte, sondern abgerissen und neu gebaut werden muss. Wie schnell die Bauarbeiten vorankämen, hänge vom Verlauf des Winters ab.

Der Keller der ehemaligen Großmarkthalle wurde bereits saniert. Dort versammelten die Nationalsozialisten von 1941 an Frankfurter Juden, um sie in Konzentrationslager oder Ghettos zu bringen. Während die Juden auf ihren Abtransport warteten, florierte über ihnen das Markttreiben. Ziel der Erinnerungsstätte sei es, diese Koexistenz von normalem Markttreiben und der Deportation der Juden, "die für die meisten den sicheren Tod bedeutete", ins Blickfeld zu rücken. Das hatte Fritz Backhaus vom Jüdischen Museum bei der Vorstellung des sanierten Kellers gesagt. Anstelle von Hinweistafeln gibt es Zitate von Zeitzeugen.

dpa

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