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Gasexplosion in Ludwigshafen: Beschuldigte schweigen bislang

Kriminalität Gasexplosion in Ludwigshafen: Beschuldigte schweigen bislang

Die vier Männer, gegen die wegen der tödlichen Gasexplosion von Ludwigshafen ermittelt wird, haben sich noch nicht zu den Vorwürfen geäußert. Das sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Frankenthal am Donnerstag.

Frankenthal. Sie hätten als Beschuldigte auch das Recht, zu schweigen. Als Zeugen könnten zwei Bauarbeiter vernommen werden, gegen die nicht ermittelt wird.

Bei der Explosion einer unterirdischen Gasleitung am 23. Oktober waren zwei Menschen ums Leben gekommen, 22 wurden verletzt. Eine Baufirma aus Hessen hatte die Leitung im Auftrag des Pipeline-Betreibers Gascade freilegen sollen, weil daran bei einer Kontrolle Unregelmäßigkeiten festgestellt worden waren.

Nach Einschätzung der Staatsanwaltschaft kam es zur Explosion, weil bei den Arbeiten Sorgfaltspflichten verletzt wurden. So sei eine Spundwand in den Boden getrieben worden, obwohl der Verlauf der Leitung unklar gewesen sei. Sie wurde dabei beschädigt. Ermittelt wird gegen zwei Verantwortliche des Pipeline-Betreibers sowie gegen den Bauleiter und den Polier der Baufirma, unter anderem wegen des Verdachts der fahrlässigen Tötung und der fahrlässigen Herbeiführung einer Sprengstoffexplosion. Die Unternehmen wollen zu den Ermittlungen keine Stellung nehmen.

dpa

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