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Fünf Jahre Haft für 42-Jährigen nach Explosion in Wohnhaus

Prozesse Fünf Jahre Haft für 42-Jährigen nach Explosion in Wohnhaus

Weil er aus Verzweiflung über die drohende Trennung von seiner Familie eine Gasexplosion in einem Wohnhaus verursacht hat, ist ein Mann zu einer Haftstrafe von fünf Jahren verurteilt worden.

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Fünf Jahre Haft für 42-Jährigen nach Explosion in Wohnhaus.

Quelle: Thomas Frey/Archiv

Limburg. Der Mann war vor dem Landgericht Limburg ursprünglich wegen versuchten siebenfachen Mordes angeklagt. Von diesem Vorwurf rückte das Gericht in seinem Urteil am Montag ab, weil der 42-Jährige nach der Explosion durch das beschädigte Treppenhaus gegangen war, um anderen zu helfen. Er wurde daher wegen der vorsätzlichen Herbeiführung einer Sprengstoffexplosion verurteilt.

Hintergrund der Tat war ein Streit des 42-Jährigen aus Beselich (Landkreis Limburg-Weilburg) mit seiner Frau. Nach dem Konflikt habe er sich umbringen wollen. Er öffnete laut Gericht das Ventil einer Flüssiggasflasche, so dass sich das Gas-Luft-Gemisch nach einiger Zeit entzündete. Seine Frau und die Kinder waren während der Explosion nicht in dem zweigeschossigen Haus. Eine Mutter, ihre vier kleinen Kinder und die Großeltern der Familie konnten sich aus dem ersten Stock des Hauses retten. Sie wurden nur leicht verletzt.

Der 42-Jährige war bei der Tat betrunken. Nach sechs Monaten Strafverbüßung muss der Mann wegen seiner Alkoholkrankheit in eine Entziehungsanstalt eingewiesen werden. Die Kammer folgte dem Antrag der Staatsanwaltschaft. Die Verteidigung hatte für einen Freispruch plädiert.

dpa

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