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Frischer Wind für historische Treter: Schuhmuseum will umbauen

Museen Frischer Wind für historische Treter: Schuhmuseum will umbauen

Das Deutsche Schuhmuseum poliert seine Sammlung auf: Das Haus in Offenbach will seiner mehr als 30 Jahre alten Ausstellung ab 2015 einen modernen Auftritt verpassen.

Offenbach. Das neue Konzept wird von Studenten der Hochschule Darmstadt entwickelt. In einer Präsentation zeigen die angehenden Innenarchitekten vom 25. Juli bis zum 31. August, wie sie "Den Schuh ins rechte Licht setzen" wollen.

Zu den Prunkstücken der Sammlung gehören unter anderem die Fußbekleidung von Kaiserin Sisi, Fußballstiefel von Uwe Seeler, mit Signaturen gekennzeichnete Tower-Schuhe der britischen Popgruppe Spice Girls und jene Turnschuhe, in denen der Grünen-Politiker Joschka Fischer 1985 seinen Amtseid als hessischer Umweltminister leistete. Dazu kommen Modelle aktueller Designer wie Gucci, Prada und Manolo Blahnik.

Von den insgesamt 20 000 Stücken aus fünf Kontinenten sind nur rund 500 Exemplare ständig zu sehen. Die bisherige Trennung zwischen Modegeschichte und Ethnologie soll im Zuge der Umgestaltung aufgehoben werden. "Wir wollen zeigen, wie sich Kulturen und Stile gegenseitig beeinflussen", erläutert Kuratorin Rosita Nenno.

Neben neuen Präsentationsformen erwartet Nenno von den Darmstädter Studenten auch Vorschläge für ein Beleuchtungskonzept. Die Pläne will die Kuratorin bis 2017 umsetzen. Dann wird das Deutsche Ledermuseum 100 Jahre alt, unter dessen Dach das Schuhmuseum untergebracht ist. Noch fehlt jedoch das Geld.

dpa

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