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Freundin erstochen: Angeklagter ohne Erinnerung

Prozesse Freundin erstochen: Angeklagter ohne Erinnerung

Weil er seine Lebensgefährtin auf offener Straße erstochen hat, steht seit Freitag ein 54 Jahre alter Mann vor Gericht. Die Anklage legt ihm vor dem Landgericht Frankfurt Totschlag zur Last. Den Ermittlungen zufolge hatte der Angeklagte im August vergangenen Jahres der zwanzig Jahre jüngeren Frau zunächst mit dem Küchenmesser in den Oberkörper gestochen und danach versucht, sich mit dem Messer selbst zu töten.

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Ein Hammer auf einer Richterbank.

Quelle: Uli Deck/Archiv

Frankfurt/Main. Während die Frau später im Krankenhaus starb, überlebte der Angeklagte den Suizidversuch. Passanten hatten die Polizei und den Notarzt alarmiert.

Die Beziehung zwischen Täter und Opfer war offenbar über Jahre hinweg von Streitereien und Alkoholmissbrauch geprägt. "Seit 2013 flogen die Brocken. Alle halbe Jahr' wurde mal wieder Schluss gemacht und ein, zwei Stunden später lagen wir wieder im Bett", sagte der Angeklagte. Am Tattag war es zunächst in der Wohnung zu einer Auseinandersetzung gekommen, bei der der Mann die Lebensgefährtin mit dem Küchenmesser bedroht, dann aber das Haus verlassen hatte. Später begegneten sich beide zufällig am Tatort in der Frankfurter Nordweststadt. Täter und Opfer waren erheblich alkoholisiert. Der Angeklagte sagte vor Gericht, sich an die Begegnung auf der Straße nicht mehr erinnern zu können. Erst als er im Krankenhaus erfahren hatte, dass er die Frau getötet habe, sei er "ausgetickert" und habe an das Krankenbett gefesselt werden müssen.

Die Schwurgerichtskammer hat noch fünf weitere Verhandlungstage bis Ende Juli terminiert.

dpa

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